Gut geknotet ist halb gewonnen

am 8. Februar 2016

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„Eine sauber gebundene Krawatte ist der erste ernste Schritt im Leben eines Mannes.“ Schon für den Erfolgsschriftsteller Oscar Wilde war die Krawatte ein Merkmal der Männlichkeit, des Erfolgs und vor allem ein Zeichen von Stil.

Heute ist die Krawatte aus unserer Gesellschaft kaum mehr wegzudenken. Neben ihren Farben, Designs und Formen kommt es aber auf Eines ganz besonders an: Den Knoten. Zugegeben, über 180 Bindevarianten sorgen für Verwirrung – kennt man aber die folgenden 3 Klassiker, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. In unserem Video (siehe unten) wird fleißig geknotet und gezeigt, wie’s geht!

Der Four-in-hand-Knoten

Auch „einfacher Krawatten-Knoten“ genannt. Er wurde nach den gebundenen Halstüchern der Londoner Kutscher im 18. Jahrhundert benannt. Meist waren 4 Pferde angespannt, weshalb der Kutscher 4 Zügel in der Hand (= four in hand) hielt. Der Knoten ist leicht asymmetrisch, länglich-schlank und einfach zu binden. Er wirkt besonders lässig zu sportlich-coolen Freizeit-Looks.

Wie es geht: Das breite Ende der Krawatte hängt länger herunter als das schmale. Es wird relativ dicht am Kragen nach links über das schmale Ende gelegt und anschließend um dieses herumgewickelt, bis es wieder links liegt. Nun wird das breite Ende von unten über den halben Knoten geführt und vorne durch die „Schlaufe“ gezogen. Festziehen und fertig.

Der doppelte Windsor-Knoten

Die sehr beliebte Schlinge wurde nach dem Herzog von Windsor benannt. Es handelt sich um einen Doppel-Knoten mit einer perfekten Dreiecksform, der etwas Ăśbung erfordert. Er ist relativ groĂź und daher eher fĂĽr Hemden mit weit auseinander sitzenden Kragen-Ecken geeignet.

Wie es geht: Das breite Ende der Krawatte muss hier viel weiter herunterhängen als das schmale. Es wird nach links über das schmale Ende und im nächsten Schritt von links nach rechts unter dem schmalen Ende herum geführt. Dann wird es über den Knoten zum Körper hin nach unten durch die Schlaufe gelegt. Das breite Ende muss danach mit der Unterseite nach oben nach rechts unten hängen. Als nächstes wird es nach links um den halben Knoten herum geschlagen und an der Rückseite des Knotens von unten durch die den Hals umgebende Schlaufe geführt. Am Schluss wird das breite Ende nach vorne über den halbfertigen Knoten gelegt. Letzter Schritt: Die Spitze des breiten Endes wird unter der äußeren Lage des Knotens hindurch gelegt und dann ganz durch gezogen.

Der einfache Windsor-Knoten

Der etwas schmalere Knoten ist leicht asymmetrisch und hat eine bauchige, kegelförmige Form. Deshalb eignet er sich für Hemden, deren Kragen-Ecken dicht beieinander liegen sowie für Button-Downs.

Wie es geht: Der kleine Bruder des doppelten Windsor-Knotens ist diesem beim Binden sehr ähnlich. Lediglich der „Letzte Schritt“ entfällt hier.

 

Text: Stephanie Liebl, Redaktion

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