Gut gesteckt & gern gesehen

am 31. März 2016

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Die Ursprünge des Einstecktuchs liegen in der Biedermeier-Zeit: In dieser Epoche wurde es erstmals als buntes Accessoire zum Reiten getragen. Als dann 1860 der Anzug step by step als Geschäftskleidung eingeführt wurde, kam man(n) auf die Idee, das Sakko mit einem Einstecktuch optisch aufzuwerten. Eines der beliebtesten Männer-Accessoires war geboren!

Wie faltet man das Einstecktuch?           

In puncto Falttechniken kann man gerne kreativ sein: Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Einstecktuch in Form zu bringen. Mit den folgenden Techniken zeigt man besonders guten Stil.

Ein paar Tipps & Tricks vorweg:

  • Das Tuch so einstecken, dass ein Rand von mindestens 1 cm (aber höchstens 3 cm) aus der Tasche herausragt.
  • Nicht zu schmal (also immer in Taschen-Breite) falten – so verhindert man, dass das Tuch verrutscht.

Die Präsidenten-Faltung

Diese Variante ist klassisch-zeitlos und sieht immer elegant aus. Sie wirkt eher professionell als festlich und ist vor allem fĂĽr schlichte, gerne auch unifarbene SeidentĂĽcher geeignet.

Das Einstecktuch erst mittig von links nach rechts falten, dann das untere Ende nach oben klappen. Nun den linken und rechten Rand zur Mitte klappen – dabei muss das Tuch auf die Größe der Tasche abgestimmt werden. Die obere Kante auf die untere legen und ab damit in die Tasche!

Die Corners-Out-Faltung

Diese Falt-Technik ist eine leichte Abwandlung zur Präsidenten-Faltung und wirkt etwas eleganter. Durch die herausstehenden Ecken entsteht vor allem mit gestreiften Tüchern eine interessante Optik.

Die ersten 3 Schritte sind wieder dieselben, danach wird die linke Seite – in Abstimmung auf die Taschen-Größe – auf die rechte gefaltet. Nun wieder die untere Seite nach oben klappen, allerdings nicht ganz deckungsgleich, sodass alle Ecken am rechten, oberen Rand zu sehen sind. Nun vorsichtig in die Tasche stecken.

Die Bausch-Faltung

Mit dieser Falt-Variante wirkt das Tuch wie zufällig eingesteckt – was Charme und einen Touch Lässigkeit verleiht. Die Bausch-Faltung ist für dünne Einstecktücher geeignet und wirkt am besten bei auffällig gemusterten Modellen.Das Tuch wird flach hingelegt. Anschließend greifen Daumen und Zeigefinger nach der Mitte des Tuches und ziehen diese nach oben. Wenn es locker herunterhängt, umschließt man seine Mitte und bauscht den Bereich oberhalb der Hand etwas auf. Für mehr Halt wird nun das lose Ende des Tuches nach oben geklappt. In die Tasche „stopfen“ und fertig.

Text: Stephanie Liebl, Redaktion

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