Jodhpur oder Sarouel – Mit Haremshose orientalisch schick

am 12. Mai 2010

Trendschnitt-Hose

Nach Boyfriendjeans, Leggings und Treggings erobert nun eine neue Trendhose unsere Kleiderschränke. Eigentlich sind es sogar zwei, denn die Sarouel-Hose wird oft mit der Jodhpur-Hose verwechselt.

Die eine kommt aus dem Sport. Sie ist die indische Reithose aus der Gegend um Jodhpur. Die Engländer entdeckten den Schnitt Anfang des 20. Jahrhunderts für sich. Um den Bund und bis zu den Knien etwas weiter geschnitten, verengt sich die Hose vom Knie abwärts. Schon bald wurde auf die Verstärkung an den Innenseiten der Beine durch Leder verzichtet und die Hose bahnte sich ihren Weg in die Uniformen der britischen Kavallerie. Von da war es nur noch ein kleiner Sprung bis in die englische Mode des neunzehnten Jahrhunderts.

Heute erinnern sich Fashionistas gerne daran, was schon Stars wie Katherine Hepburn getragen haben und kombinieren die Jodhpur-Hose trendy mit breiten GĂĽrteln zu engen Shirts. Ankleboots oder Pumps machen den Look perfekt.

Die Hose, die oft mit der Jodhpur verwechselt wird, heißt eigentlich Sarouel. Sie wird auch Harems-, Aladin- oder Plunderhose genannt und kommt aus dem Orient. Im Unterschied zur Jodhpur sitzt ihr Schritt extrem tief, er kann bis zu den Kniekehlen reichen. Deswegen umspielt ihr Jersey-Stoff lässig die Oberschenkel. So wirkt sie sehr sportlich. Als Accessoires eigenen sich vor allem auffällige Gürtel, um die Hüften eng anliegende Oberteile und darüber eine Kurzjacke. Kombiniert man die Sarouel mit High Heels, entwickelt sie sich zum glamourösen Trendteil.

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