Karl – Über die Welt und das Leben

am 9. März 2015

Karl über die Welt und das Leben

Seine Markenzeichen: gepuderter Haarzopf, Handschuhe, Sonnenbrille und ein exzellent sitzender Anzug. Am liebsten trägt er Dior Homme. Doch was ist das für ein Mensch hinter der schwarzen Brille, der sogar seine Birmakatze Mademoiselle Choupette zum Star machte?

Das Buch „Karl über die Welt und das Leben“, das im Edel Books-Verlag erschienen ist, lässt auf über 150 Seiten hinter die schillernde Fassade des Chanel-Designers blicken. Seine Zitate sind Aussagen voller Humor, Intelligenz und Tiefsinn. Er philosophiert über das Leben, Mode, Stil, seine Mutter und sich selbst.

Über das Leben sagt er:
 „Ich weiß, Rache ist kleinlich und schäbig, aber warum, soll ich es einem, der mir etwas angetan hat, nicht heimzahlen? Irgendwann, wenn die Sache längst vergessen scheint, ziehe ich ihm den Stuhl unter dem Hintern weg – manchmal erst 10 Jahre später.“

Was sagt uns das? Wenn Sie ihm jemals begegnen sollten, seien Sie nett. Ein Lagerfeld vergisst nichts!

Über die Mode sagt er:
„Wenn Sie mich fragen, was ich in der Mode am liebsten erfunden hätte, dann würde ich sagen, das weiße Hemd. Für mich ist ein Hemd die Grundlage von allem. Alles andere kommt erst danach.“

Was sagt uns das? Karl Lagerfeld weiß, wie wichtig Basics für den guten Stil sind. Und er konzentriert sich auf das Wesentliche.

Typische „Karlismen“:
„Betrachten Sie das Leben durch die rosa Brille. Aber tragen Sie sie nicht!“

Was sagt uns das? Der Mann hat Humor!

Über Stil sagt er:
„Es kommt ein Augenblick im Leben, an dem Schönheit und Jugend hinter Stil und Eleganz zurücktreten müssen.“

Was sagt uns das? Der Mann ist Realist. Außerdem gehen wir davon aus, dass an ihm noch alles echt ist.

Über sich selbst sagt er:
Normale Leute halten mich für verrückt, nur weiß ich nicht, was normal ist.“

Was sagt uns das? Das wissen wir auch nicht so genau. Nur, dass ein wenig verrückt wohl normal ist. Und Lagerfeld anders als die anderen.

Über den Körper sagt er:
„Ich habe meine Diät nicht gemacht, um sexy zu sein. Ich wollte einfach nur ein guter Kleiderbügel werden.“

Was sagt uns das? Der Mann ist diszipliniert. Insgeheim wird gemunkelt, er habe abgenommen, um in den schmalgeschnittenen Dior Homme Anzügen eine gute Figur zu machen.

Karl und die Provokation:
„Die Männer, die mit mir gearbeitet haben, waren sicher schrecklich frustriert … nicht ich zu sein. Das klingt entsetzlich, aber viele dachten, sie seien begabter als ich. Sie sind aber ausnahmslos gescheitert.“

Was sagt uns das? Er verfügt über ein gesundes Selbstbewusstsein und provoziert gerne. So bleibt man im Gespräch. Und: Stutenbissigkeit unter Männern gibt es also doch.

Über Bücher sagt er:
„Der Duft eines Buches ist der beste der Welt.“

Was sagt uns das? Diese Aussage zeugt von Belesenheit und Wissensdurst. Lagerfeld ist bekennender Bücherliebhaber.

Über seine Mutter sagt er:
„Als ich mit 11 Jahren meine Mutter fragte, was Homosexualität ist, hat sie geantwortet: „Das ist weiter nichts. Das ist wie eine Haarfarbe: Manche sind blond, manche braun.“

Meine Mutter sagte auch: „Ich muss mal mit dir zum Tapezierer, deine Nasenlöcher sind zu groß. Da gehören Gardinen vor.“

Was sagt uns das? Karl Lagerfeld wurde sehr von seiner Mutter geprägt. Und tolerant erzogen. Den Humor scheint er auch von ihr zu haben.

Lesen Sie weiter in dem Buch Karl – Über die Welt und das Leben
Herausgegeben von Jean-Christophe Napias & Sandrine Gulbenkian
Edel Books, ein Verlag der Edel-Germany GmbH
ISBN: 978-3-8419-0242-9

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