Kleine Hemdenkunde

am 11. September 2015

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Mal ist es weiß und elegant, mal wild gemustert und auffällig, mal zartblau und zurückhaltend. Für jeden Geschmack und zu jedem Anlass gibt es die richtige Variante. Ein Hoch auf das Hemd!

Bereits 925 v. Chr. trugen die HebräerInnen weiße, bodenlange Hemden aus Leinen, die über den Kopf gezogen wurden. Erst im 19. Jahrhundert wurden die durchgehende Knopfleiste zum Bestandteil des klassischen Hemdes und das weiße Hemd zum Statussymbol des Wohlstandes. Wer es sich leisten konnte, trug jeden Tag ein blütenweißes Hemd. Und das zeugte von Reichtum.

Mit der Zeit entwickelten sich verschiedene Kragen-Varianten. Die wohl älteste ist der sogenannte Vatermörder, eine Art des hohen Stehkragens, der besonders zur Zeit des Biedermeiers getragen wurde. Vom Kläppchen- bis hin zum Haifisch-Kragen gibt es feine Unterschiede:

Kläppchenkragen (Vatermörder):Hemden mit einem Kläppchenkragen werden nur bei besonders feierlichen Anlässen zum Frack oder Smoking getragen. Ein Muss dazu: die Schleife.

 

 

 

Kent-Kragen:Die klassische Form des Umlegekragens. Vom Business- bis hin zum Freizeithemd bietet diese Kragenform genug Platz für einen doppelten Windsorknoten. Kragenstäbchen sorgen für den perfekten Stand.

 

 

Button-Down-Kragen:
Die Spitzen des Kragens werden an das Hemd geknöpft. Wegen der sportlichen Optik werden Button-Down-Hemden üblicherweise nicht mit Krawatte getragen und sind nur für einen lässigen Business-Look geeignet. Diese Kragenvariante wird daher nicht zum Anzug oder zweireihigem Sakko getragen.

 

 

 


Tabkragen:
Der ideale Kragen für Krawatten-Träger: Die spitz zulaufenden Kragenkanten legen den Fokus ganz klar auf den Binder, am Kragensteg angebrachte Laschen sorgen für den richtigen Sitz. Ein klassisches Business-Hemd mit Tabkragen wird grundsätzlich mit Krawatte getragen.

 

 

 


Cutaway Kragen (Haifischkragen):
Ein hoher Kragen mit breit gespreizten Flügeln. Dadurch entsteht eine weite Öffnung, die sich perfekt für breite Krawatten-Knoten eignet. Hochwertige Hemden besitzen herausnehmbare Kragen-Stäbchen aus Metallen wie Weißblech oder Messing.

 

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