Lagerfeld – Der Modezar als Wachsfigur

am 23. Juli 2012

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Seit Anfang Juni kann man(n) den Modeschöpfer Karl Lagerfeld im Hamburger Panoptikum besuchen – allerdings nur die Wachsfigur. Das Panoptikum stellt seit über 130 Jahren berühmte Persönlichkeiten aus Geschichte, Kunst und Sport aus. An Karls Abbild aus Wachs haben Bildhauerin Saskia Ruth und ihr Team ein Jahr lang gearbeitet und an alles gedacht: Seinen weiß gepuderten Haarzopf, denn er seit Mitte der Siebziger Jahre trägt. Auch auf die markante, schwarze Sonnenbrille sowie sein spöttisches Lächeln wurde nicht verzichtet. Außerdem trägt die Kunstfigur wie das Original eine dunkle Röhrenjeans, ein klassisches Hemd und die typischen halboffenen Lederhandschuhe. Diese Details wurden zu Lagerfelds Markenzeichen und haben ihn nicht nur als Designer, sondern auch als Stilikone unsterblich gemacht. Doch wer steckt hinter der Person, die seit mehr als 50 Jahren die internationale Modeszene entscheidend prägt? Geboren wurde Karl Lagerfeld 1933 in Hamburg. Seine Eltern waren wohlhabend und besaßen eine Kondensmilch-Fabrik. Im Jahre 1953 kehrte Lagerfeld zusammen mit seiner Mutter Deutschland den Rücken zu und ging nach Paris. Dort besuchte er zunächst eine Privatschule und arbeitete als Illustrator im Modebereich. Als Designer machte er sich ab 1955 unter anderem bei Chloé, Fendi und Chancel einen Namen. Dem modische Erbe von Coco Chanel gab er neuen Glanz und verhalf der Marke als Chefdesigner zu neuem Schwung. Lagerfeld machte Chanel auch für die jüngere Generation tragbar und begehrenswert. Mitte der achtziger Jahre gründete Karl Lagerfeld sein eigenes Label und gilt zudem als Entdecker des deutschen Topmodels Claudia Schiffer. Sie war ab 1993 seine Muse. Neben der Mode hat Lagerfeld ein weiteres Standbein: In Paris besitzt er mittlerweile auch einen eigenen Buchladen und Verlag. Nach eigenen Angaben findet man(n) rund 300.000 Bücher in seiner Haus-Bibliothek. Die dürfte damit wohl in etwa die Größe seines Kleiderschrankes haben.

 

 

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