Männer am Grill – Eine Spezies fĂĽr sich

am 18. Juli 2016

0716_grilltyp_main

Es ist früh am Morgen,  Vögel zwitschern munter und fröhlich vor sich hin, die Sonne geht langsam auf, der strahlend blaue Himmel kommt allmählich zum Vorschein … egal, wie warm es werden wird: Heute ist ein guter Tag … zum Grillen!

Ob man(n) schon morgens in freudiger Erwartung mit den Hufen scharrt oder kurz vor knapp den Restposten an Würschteln im Discounter aufkauft – jeder Grill-Typ ist eine ganz eigene Spezies ;)

DER GOURMET-GRILLER

Dieser Mann steht nicht erst pünktlich zum Anheizen des Grills auf der Matte, sondern bereits Stunden davor. Für ein gelungenes „Grill-Menü“ muss ja schließlich einiges vorbereitet werden. Im Schlepptau: Eine große, randvoll mit Essen gefüllte Kühlbox, einen Korb voller Gewürze und Kräutern sowie eine Weinflasche exklusiv vom Sommelier. Nicht nur deshalb gibt er sich sofort als „Der Gourmet“ zu erkennen. Der Wein wird schon vorab geöffnet damit er noch „atmen“ kann, sein eigens mitgebrachtes Grillgut mariniert er höchstpersönlich und auch beim Grillen selbst gibt er gerne seinen Senf – äh seine klugen Ratschläge dazu …

DER VEGGIE-VERBRATER

Warum man ihn überhaupt zum Grillen einlädt ist die eine Frage. Wieso er aber unverzichtbar für ein gelungenes Barbecue ist, die andere. Ohne den Vegetarier müssten nämlich sämtliche Gäste auf Beilagen verzichten, da beim Einkauf wieder nur ans Fleisch gedacht wurde. Sein mitgebrachtes Sammelsurium reicht vom Grillkäse & -gemüse über Kartoffeln und Kräuter-Baguette bis hin zu Salaten samt Dips & Soßen. Allerdings sollte man ihm im Voraus einen Extra-Grill bereitstellen, damit das heilige Gemüse ja nicht mit dem toten Tier in Berührung kommt. Heftige Diskussionen sind sonst garantiert …

DER FLEISCH-FETISCHIST

Er ist das totale Gegenteil vom Veggie-Verbrater: Für ihn kann es gar nicht genug Fleisch geben! Am liebsten grillt er jeden Tag bereits zum Frühstück. Da kann es schon mal vorkommen, dass er Anfang der Woche den halben Fleisch-Bestand des Supermarktes leer gekauft hat. Dass es Leute gibt, die gerne auch andere Lebensmittel auf dem Grill hätten, kommt für den Fleisch-Fetischisten gar nicht in Frage. Beschwerden lassen nicht lange auf sich warten, besonders von Seiten der Blattsalat-Fans. Aber die können ja etwas von dem Brot essen, das er eigentlich gekauft hat, um den Fleischsaft aus dem Tellerrand zu streichen …

DER SPONTAN-SCHNORRER

Eigentlich weiß er schon seit Montag, dass er noch einiges fürs Nachbarschafts-Grillfest besorgen muss. Letztendlich steht er Samstagabend um kurz nach 8 grübelnd vorm geschlossenen Discounter. Naja, macht doch nichts, er hat ja noch einen angebrochenen Kasten Bier im Keller, bringt er halt den mit. Frau Mustermann von gegenüber hat ja bestimmt wieder den halben Laden aufgekauft, da lässt sich doch der ein oder andere Happen stibitzen. Der Spontan-Schnorrer hat immer die passende Ausrede parat, ob er nun zu spät ist, etwas vergessen hat oder, oder, oder … Auffallen tut es meistens sowieso nicht ;)

Text: Stephanie Liebl, Redaktion

Passende Produkte zum Artikel

Vorheriger ArtikelWie man(n) ungebetene (Party-)Gäste loswird … Nächster ArtikelVon Halbgöttern & Lebensrettern – Welche Berufe bei Frauen gut ankommen