Männer im Wald – unsere Survival-Tipps

am 12. November 2015

Männer im Wald

Es reicht nicht immer fĂĽr einen Trip in den Australischen Dschungel. Manchmal ist es auch nur das Erzgebirge. Oder der Schwarzwald. Trotzdem: Es geht ums nackte Ăśberleben! So meistern Sie Ihr Outdoor-Abenteuer.

Wertvolle Tipps:

• Insekten können einen wahnsinnig machen! Asche hält sie ab: Mit Wasser mischen und damit einreiben. Sie sehen zwar aus wie Rambo, aber hey, Sie sind im Wald. Wer sieht Sie schon?

• Als Sie vorsorglich vor dem Bären geflüchtet sind, haben Sie den Schlafsack liegen gelassen. Blöd. Bauen Sie sich einfach einen Neuen aus Laub. Einen Haufen zusammenkehren, der einen halben Meter hoch und doppelt so breit ist wie Sie. Und dann rein mit Ihnen. Angst vor Insekten? Quatsch, Sie haben doch die Asche im Gesicht …

• Werden Sie zum Wetterfrosch. Das Gezwitscher der Vögel verrät einiges: hört es plötzlich auf und es wird windig, zieht ein Sturm inklusive Gewitter auf. Fällt leichter Regen und die Vögel singen trotzdem weiter, regnet es nicht lange.

• Bevor Sie allerdings pitschnass werden, bauen Sie sich einen Unterschlupf aus Ästen, auf die Sie viel Laub legen. Sehr viel Laub. Die Schicht muss 1 ½ Meter dick sein, um Wasser abzuhalten. Also fangen Sie besser damit an, bevor die Vögel aufhören zu zwitschern.

• Werkzeug schnitzt man am besten aus dem weichen Holz einer Linde. Erkennen Sie an den herzförmigen Blättern.

• Der Bär ist zurück! Wegrennen ist wirklich keine gute Idee. Der Bär ist schneller. Immer. Wir verstehen zwar auch nicht, was der Bär im Schwarzwald will, aber gut … Klettern Sie auch nicht auf einen Baum, das kann er besser. Am besten machen Sie sich so klein wie möglich und stellen vorrübergehend das Atmen ein. Denkt der Bär, Sie sind tot, haben Sie gewonnen.

Feuer machen:

• Feines Material wie trockenes Laub und Gras legen Sie nach unten, grobe Äste kommen nach oben. Leicht zu entzünden ist zum Beispiel Birkenrinde.

• Das Feuerzeug ist kaputt? Dann muss Plan B her. Schließlich konnten schon unsere Vorfahren ohne Gas oder Benzin Feuer machen.

• Polieren Sie den Boden einer Cola-Dose mit einem Stück Stoff auf Hochglanz – das kann bis zu zwei Stunden dauern, aber was sollen Sie sonst machen? Als Poliermasse dient ein wenig Schokolade (aber nicht übertreiben). Falls Sie Zahnpasta dabei haben, noch besser. Damit geht es schneller. Dann den Dosenboden gen Sonne richten und etwas zum zündeln (trockene Gräser, Flugsamen vom Löwenzahn, Baumwollfasern) davor halten und hoffen, dass es brennt. Wenn nicht, haben Sie wohl zu wenig poliert.

Nahrung:

• Löwenzahn und Brennnesseln eignen sich für einen Salat. Die Wurzeln des Löwenzahns schmecken abgekocht wie Karotten.

• Auch die Blüten der Kiefer sind essbar. Weitere „essbare Bäume“ finden Sie hier.

• Birkensaft kann man trinken. Wer tiefer bohrt, stößt auf frisches Wasser. Aber verschließen Sie nach Ihrem Frevel die Wunde des Baumes mit Zweigen, sonst blutet er danach.

• Wasser aus fließenden Gewässern ist sauberer, wenn möglich vorher abkochen. Feuer machen können Sie ja jetzt. Bakterien werden auch abgetötet, wenn es in einer PET Flasche mindestens 6 Stunden in die pralle Sonne gestellt wird. Filter bei Schmutz: Sand in eine Socke füllen und das Wasser durchlaufen lassen.


Im Video: Fisch räuchern

Orientierung:

• Das sollten Sie sich merken: Im Osten geht die Sonne auf, nach Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.

• Sie verlaufen sich nicht? Brauchen keinen Kompass und keine Karte? Jeder Mensch hat ein dominantes Bein, (mit einem Bein geht man stärker vorwärts als mit dem anderen) was bedeutet, dass wir früher oder später im Kreis gehen.

• Suchen Sie sich eine Pfütze (ein Behälter mit Wasser geht auch). Jetzt magnetisieren Sie eine Nadel. Dafür reiben Sie an einem Magnet, Wollpullover oder an den Haaren. Anschließend die Nadel etwas einölen und mit Hilfe eines Grashalms oder eines Haares vorsichtig auf das Wasser legen. Nach kurzer Zeit richtet sich die Nadel nach Norden und Süden aus.

 

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