Mir selbst und der Umwelt zuliebe …

am 10. Oktober 2016

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Ihr Einkauf ist nur einen Mausklick entfernt … Aber ist dieser Klick auch umweltschonend? Online-Bestellungen steigen dramatisch. 290 Millionen Pakete wurden im vergangenen Jahr durch das Land gefahren. Tendenz steigend. Ein Grund mehr, sich Gedanken zu machen, wie man beim Shoppen so konsequent wie möglich die Umwelt schont.

WIEDERKEHR DER LIEFERANTEN-KULTUR?

2016 bestellen die Deutschen etwa doppelt so viel Waren im Internet als noch 6 Jahre zuvor: Auf 46 Milliarden Euro schätzt man den Wert der Artikel, die dieses Jahr online geordert werden. Spitzenreiter sind Mode, Elektronik und Bücher. Auch lassen sich die Menschen weltweit Kosmetik und Lebensmittel immer lieber nach Hause bringen.

Warum sollte man sich durch die Stadt schlängeln, durch einen Laden quetschen und an der Kasse Schlange stehen? Der moderne Konsument hat jedoch allen Grund, sich zu fragen, welche sozialen und ökologischen Folgen seine Kauf-Entscheidung hat.

KAUFEN MIT Ă–KOLOGISCHEN FOLGEN

Eine nüchterne, ökologische Analyse fördert dabei andere Ergebnisse zutage als manch einer dachte. So fasst die Süddeutsche Zeitung am 24. August 2016 die Ergebnisse einer Studie des Freiburger Öko-Instituts zusammen: „Wer online ein paar Schuhe ordert, für die er ansonsten extra in die Stadt gefahren wäre, der senkt die Belastung fürs Klima. Denn seine Fahrt übernimmt ein Bote.“

Die Fahrzeuge der Post-Zusteller fahren auf möglichst effizienten Routen. Zudem setzt die Post immer mehr elektrische Streetscooter ein. In Aachen baut sie zusammen mit der Universität die innovativen und effizienten Elektro-Wagen selbst. Um eine sparsamere CO2-Bilanz zu erzielen als beim Online-Kauf müsste der Selbst-Abholer mit dem Fahrrad zum Laden fahren und dort mehrere Artikel kaufen.

SHOPPING PER FAHRRAD EFFEKTIVER?

Die Auslieferung per Bote ist laut Ă–ko-Institut die billigste Zustellung und zugleich die umweltschonendste. Das Institut fand heraus, dass sogar ein Einkauf auf dem Fahrrad etwa doppelt so viel CO2-AusstoĂź freisetzt wie eine Online-Bestellung. Auch wenn diese retour geht, bleibt die Umweltbelastung noch deutlich unter der des Einkaufs per Fahrrad. Bei der Radfahrt muss man den menschlichen CO2-AusstoĂź in Rechnung stellen. Zudem muss man bedenken, dass die Ware in den Laden geliefert werden muss.

Fast die Hälfte mehr an CO2-Ausstoß als die Fahrradfahrt zum Laden setzt eine Shopping-Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln frei. Als katastrophal muss in diesem Zusammenhang eine Einkaufsfahrt mit dem PKW betrachtet werden. Der Einkauf mit dem Auto belastet die Umwelt fast 5x mehr als eine Online-Bestellung.

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