Prada-Konkurrent Gucci: Italienische Luxusmode vom Feinsten

am 19. Juli 2010

Italienische-Mode-Gucci

Aus einer 1904 gegrĂŒndeten Sattlerei entwickelt sich im Laufe des letzten Jahrhunderts ein Luxus-Konzern, dessen Namensnennung allein schon reicht, um Modeliebhaber auf der ganzen Welt in VerzĂŒckung zu versetzen.

UrsprĂŒnglich fertigt Sattlermeister Guccio Gucci in seiner Werkstatt in Florenz SĂ€ttel und andere Reitutensilien. Nach mehreren Auslandsreisen eröffnet er 1921 ein weiteres GeschĂ€ft, in dem er exklusive Lederwaren anbietet. Diese finden reißenden Absatz und schon 1938 kann Guccio Gucci eine Filiale in Rom eröffnen. Das Sortiment besteht aus Handtaschen, Schuhen und anderen Lederwaren. Gucci ist beliebt und so eröffnen die Söhne bereits im folgenden Jahr eigene GeschĂ€fte in Rom, Mailand und Florenz.

Der Aufstieg zum Weltkonzern gelingt allerdings erst nach Guccio Guccis Tod im Jahr 1953. Die Marke erobert Paris, London und Hollywood. Dank glamouröser FilmgrĂ¶ĂŸen wie Grace Kelly und Audrey Hepburn wollen bald jeder ein Teil von Gucci haben. Seit Ende der 1960er Jahre ziert das legendĂ€re GG-Logo die Produkte. In den 1970er Jahren folgen Filialen in Tokyo und Hongkong. Gucci erlangt Weltruhm. In die Modegeschichte eingegangen sind vor allem die Tasche mit einem Henkel aus Bambusholz, der Loafer, und der Seidenschal mit BlĂŒtenprint fĂŒr die US-PrĂ€sidentengattin Jackie Kennedy.

Doch dann verursachen Erbstreitigkeiten in der Familie arge Probleme. Kurz vor dem Ruin muss das Unternehmen an ein arabisches Investmentunternehmen verkauft werden. Von Gucci spricht niemand mehr. Dann ein weiterer Skandal: Unternehmenschef Maurizio Gucci, der Enkel Guccios, wird von einem Auftragskiller erschossen. Kurz vor seinem Tod hat er aber noch einen rettenden Engel eingestellt: Tom Ford. Als Creative Director richtet dieser das Unternehmen neu aus und sorgt so fĂŒr den Aufstieg zum Luxus-Trendlabel. Mittlerweile gehört Gucci zum LuxusgĂŒterkonzert LuxusgĂŒterkonzern Pinault-Printemps-Redoute.

Seit 2006 ist die Italienerin Frida Giannini Kreativchefin des Unternehmens. Hat Tom Ford noch auf einen eher reduzierten Clean-Chic und rasante Schnitte gesetzt, wird Gucci unter der FĂŒhrung von Frida Gianni wieder femininer. Ihre EntwĂŒrfe strahlen dezenten Sex-Appeal und mediterrane Lebensfreude aus. Auch die FilmgrĂ¶ĂŸen sind zum Luxus-Label zurĂŒckgekehrt und tragen Gucci auf Premieren und anderen medientrĂ€chtigen AnlĂ€ssen wie dem Filmfestival in Cannes. Auf den Bildern sind Camilla Belle Jennifer Lopez mit Frida Giannini und Salma Hayek zu sehen (von links nach rechts).

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