Royal, spießig, punkig Рdas Schottenmuster

am 17. Februar 2011

UnterwäschevonEtam1

Das Schottenkaro hat eine lange Tradition. Im 18. Jahrhundert war das Muster aus den Highlands sogar verboten.

Streifen, Punkte und Rauten – f√ľr die Mode entleihen wir allerlei Muster aus der Geometrie. Die Raute, auch Karo genannt, findet sich auf Hemden, Shirts und nat√ľrlich den klassischen Kilts. In den schottischen Highlands beginnt die Geschichte des gewebten Musters das bis heute gern getragen wird. Auf spie√üigen Wollpollundern ist es ebenso beheimatet, wie auf royaler Kleidung und Punk-Outfits.

Das, was man gemeinhin als Schottenkaro kennt, hei√ü korrekt bezeichnet Tartan. So wird das Webmuster genannt, mit dem man Rauten auf Stoff bannt. Dieser Stoff wurde vor vier Jahrhunderten im rauen Schottland vor allem aus Wolle hergestellt. Schlie√ülich hatte man in der ansonsten kargen Landschaft durch die gedeihende Schafwirtschaft genug Rohmaterial zur Verf√ľgung. Um sich einem der schottischen Clans zugeh√∂rig zu zeigen, trug man im 16. Jahrhundert den Clan-Tartan, der eine bestimmte, einzigartige Farbkombination hatte. Damit konnte man sich mit einem eigenen Dessin von anderen Familienverbunden abgrenzen. Es entstanden regional unterschiedliche und vielf√§ltige Muster.

Dass der Tartan immer noch getragen wird, verdanken wir den sturen Schotten, die sich mit ihrem eigenen Mustern auch von den Nachbarn, den Engl√§ndern abgrenzen wollten. Diese untersagten den Bewohnern der Highlands sogar eine zeitlang das Tragen ihrer Karos. 1782 wurde das Tartan-Verbot aufgehoben und man begann erstmals, die verschiedenen Muster zu katalogisieren. Jeder Clan sollte ein Stoffst√ľck schicken, um seinen Tartan in das Musterbuch aufzunehmen. Schnell war man bei √ľber 200 verschiedenen Dessins. Aber nicht nur die Schotten greifen zu Erkennungszwecken zum Karomuster. Auch in deutschen Wappen und Fahnen finden sich die Rauten, wie in der wei√ü-blauen Landesflagge Bayerns.

Heute ist das Schottenmuster l√§ngst nicht mehr nur auf Wollstoff zu finden. Es gibt mittlerweile unz√§hlig viele Variationen des Tartans. Das Modelabel Burberry hat sich die Raute sogar zu seinem Erkennungszeichen gemacht und nicht selten trifft man die Karos auf dem Laufsteg. Die √∂sterreichische Designerin Lena Hoschek kleidete f√ľr die Mercedes-Benz Fashionweek in Berlin viele ihre Models in das schottische Muster.

Vorheriger Artikel17. AvD-Histo-Monte Oldtimer-Rallye & Avirex Lederjacken Nächster ArtikelModeballett 2011: Tanz & Mode verlieben sich.