SHAKESPEARE – LITERATUR-HELD IN STRUMPFHOSEN

am 25. April 2014

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Pünktlich zum 450. Geburtstag der englischen Schriftsteller-Legende zelebrieren Shakespeare-Fans rund um den Globus das große Jubiläum. Wir feiern mit und werfen einen Blick in den Kleiderschrank des weltbekannten Autors!

Die ganze Welt ist eine BĂĽhne
Ob Tragödie oder Komödie, herzzerreiĂźende Liebesgeschichte oder spannungsgeladenes Historiendrama – Shakespeare war ein unvergleichbarer Wortakrobat, der auch noch 398 Jahre nach seinem Tod die Menschen mit seinen Werken begeistert. Romeo und Julia, Macbeth, Hamlet oder Othello – anlässlich des 450. Geburtstages des englischen Lyrikers ist die ganze Welt im Shakespeare-Fieber. Dabei weiĂź niemand genau, wann er geboren wurde. Fest steht nur, dass William Shakespeare am 26. April 1564 in seiner Heimatstadt Stratford-upon-Avon in das Taufregister eingetragen wurde. Das Globe-Theatre in London – DIE Pilgerstätte fĂĽr alle Shakespeare-Fans – eröffnet zum Jubiläum einen weiteren Theaterraum und schickt die hauseigene Theatergruppe auf eine zweijährige „Hamlet“-Welttournee. Das Shakespeare-Festival im Globe Neuss widmet sich vom 19. Juni bis zum 19. Juli 2014 einen Monat lang den Werken des berĂĽhmten Poeten.

Von Kürbishose bis Gänsebauch
Kleider machen Leute! Mode hatte einen großen Stellenwert in der Renaissance und war ein Zeichen von Klasse und Wohlstand. Shakespeares Kleidung war aufgrund seiner Herkunft von dem Mode-Stil der gehobenen Gesellschaft geprägt. Wirft man einen Blick auf seine Portraits, sticht sofort der ausladende Kragen ins Auge – typisch für diese Epoche! Die großen Krägen entwickelten sich mit der Zeit zu voluminösen Halskrausen – Statussymbolen aus Stoff- die ausschließlich in gehobenen Kreisen getragen wurden. Manch eine Halskrause soll so groß gewesen sein, dass zum Essen die Löffelstiele verlängert werden mussten. Doch was fand man wohl an Stelle von Jeans und Chinos in Shakespeares Schrank? Die Antwort: Kürbishosen! Die kugelförmigen, rockähnlichen Pluderhosen waren stark gepolstert und endeten in der Mitte des Oberschenkels. Darunter kombinierte man eine enganliegende Strumpfhose oder an Bändern befestigte Beinlinge. Gänsebauch statt Bierbauch – die Männer trugen eine stark wattierte Weste oder Wams, die vorne spitz zusammenliefen und somit die namensgebende Form ergaben. Um modisch diesen Sommer auf Shakespeares Spuren zu wandeln, müssen Sie nicht gleich zu Strumpfhose und Halskrause greifen.

Lassen Sie sich von der Länge der damaligen Hosen inspirieren und setzen Sie auf die angesagten Bermuda-Shorts. Die Halskrause dürfen Sie gegen einen luftigen Sommer-Schal tauschen! Also dann: Happy Birthday, Mister Shakespeare!

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