Sieben zum Verlieben: HerrendĂĽfte mit Tradition

am 6. Februar 2015

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Sie treffen auf eine Gruppe Damen. Wenn es gut läuft, lächelt Sie eine an. Wenn es ganz gut läuft, fragt mindestens eine, welches tolle ParfĂĽm Sie da tragen. Jackpot! Frauen finden Männer, die so richtig gut riechen nämlich “dufte”. Ehrlich. Der Duft sollte nur nicht 30 Minuten länger im Raum bleiben als Sie …

Es gibt Parfüm-Klassiker, mit denen Männer bei Frauen schon seit Jahrzehnten, gar seit Jahrhunderten punkten. Bis in die 1920er Jahre war Körperpflege allerdings ein eher kleiner Bestandteil des Alltags. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam das Wirtschaftswunder, der Rock`n`Roll, Stilvorbilder wie James Dean oder Marlon Brando. Ein Wandel der Interessen und des Männerbildes. So hielten immer mehr Herrendüfte Einzug in das Badezimmer.

1988 sprang dann der „Davidoff-Mann“ die Klippen ins kĂĽhle Nass hinunter, ’94 launchte Calvin Klein seinen Unisex-Duft. Ein wahrer „Schönheitspflege-Boom“ wurde losgetreten. Bis heute gilt eine kleine Anzahl an Parfums als Inbegriff klassischer HerrendĂĽfte – unabhängig von Zeit und Mode. Wir verraten, was sieben dieser Klassiker so besonders macht.


Creed, 1781
Der Unisex-Duft des 18. Jahrhunderts und Liebling des Adels: Königin Victoria ernannte Schneider James Henry Creed zum Hoflieferanten. 1781 kreierte er den Duft „Royal English Leather“. Bergamotte, Mandarine und Amber werden in der Basisnote von Leder und Sandelholz abgerundet. Heute gibt es eine breite Produktpalette der duftenden Klassiker.

4711 – Kölnisch Wasser, 1792
Stimmungskanone seit über 200 Jahren: Bergamotte, Zitrone und Orange sorgen für eine revitalisierende Wirkung. Lavendel und Rosmarin wirken beruhigend, entspannend und stärken die Nerven. Neroli ist für positive Stimmung zuständig. Der Duft wurde 1792 auf den deutschen Markt gebracht, um 1900 wurde ein Glaskünstler mit der Herstellung des typischen Flakons beauftragt.

Knize Ten, 1925
Die erste Herrenduftserie weltweit: “Knize Ten” wurde in den 20er Jahren entwickelt. Noch heute wird der Duft in der gleichen Verpackung verkauft, die Designer Ernst Dryden für das Modehaus Knize entworfen hatte. “Ten” steht übrigens für zehn Punkte, die höchste Vorgabe beim Polospiel. Das Parfüm beinhaltet u.a. Bergamotte, Gewürznelke, Sandelholz, Zimt, Moos und Vanille.

Sir Irish Moos, 1935
Dieser Duft ist bis heute unverändert: Patchouli, Moos und Tonkabohne verleihen dem Parfüm seinen würzigen Charakter. Die markante Holzkomposition steht für einen maskulinen Charakter. In der Kopfnote: Zitrone, Orange und Rosmarin.

Old Spice, 1937
Der frische Parfum-Klassiker: Dem Namen nach liegen diesem Duft Gewürze wie Zimt, Salbei und Zedernholz zu Grunde. Der würzige Geruch sollte wohl ein Gefühl von Freiheit auslösen – darum vielleicht auch das Segelboot auf dem Flakon. Das Eau de Toilette ist übrigens voraussichtlich ab Sommer auch mit Pumpspender erhältlich.

Vetiver, 1961
Duft der 60er: Durch erdige und zitronige Noten hat Jean Paul Guerlain in den 60er Jahren einen warmen, frischen Duft auf den Markt gebracht. Ein Klassiker, in dem sich die frischen Hesperidenakzente und der abenteuerliche Vetiverduft der Kopfnote gekonnt mit einer grünen, holzigen Herznote vermischen. Der Flakon bekam ein neues Design – der Duft blieb allerdings unverändert.

Aramis, 1964
Über 50 Jahre Tradition: Die Basis besteht aus indischem Sandelholz, Vetiver, Eichenmoos und Patchouli. Namensgeber der würzigen Komposition ist übrigens die Figur aus dem Roman „Die drei Musketiere“. 

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