SPORTLICHE GRENZGĂ„NGER

am 14. August 2013

Am vergangenem Samstag fiel der Startschuss für die 14. Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Moskau. 206 Länder sandten rund 4100 Athleten in die russische Hauptstadt, um mit Disziplinen von 100-Meter bis Kugelstoßen neue Welterfolge und Medaillen zu feiern. Aus Deutschland nehmen 67 Sportler teil, die noch bis zum 18. August an ihre Grenzen gehen.

Das Medaillen-Fischen für Deutschland startete am vergangenen Wochenende der 26-Jährige Michael Schrader, der im Zehnkampf die Silbermedaille holte und damit nach dem Goldsieger aus den USA, Ashton Eaton, für die erste WM Medaille deutscher Zehnkämpfer seit 16 Jahren sorgte. Am Sonntag heimste Medaillenhoffnung Nadine Winter im Diskuswerfen nur den leidigen vierten Platz ein, Gold erkämpfte die Kroatin Sandra Perkovic. Auch der Jamaikaner Usain Bolt legte in der Disziplin 100-Meter wieder eine spektakuläre Glanzleistung hin – bei Regen zwar kein erhoffter Weltrekord, aber für Gold allemal ausreichend.

Mit drei Jahresweltbestleistungen war der Montag aus internationaler Sicht ein gelungener Wochenauftakt. Im Wetterkampf der Frauen über 100-Meter wurde die 26-Jährige Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce mit dem größten Vorsprung der WM-Geschichte zur Sprint-Königin der Leichtathletik. Auch der neue 110-Meter-Hürden Weltmeister David Oliver konnte für die USA eine Jahresweltbestleistung einkassieren. Auch die Deutschen nutzten den Wochenauftakt für spektakuläre Siege. Am dritten WM-Tag zeigte der 23-Jährige Wahl-Münchner Raphael Holzdeppe dem Franzosen Renaud Lavillenie seinen Kampfgeist und holte, fast locker aus den Beinen geschüttelt, Gold für Deutschland. Als erster deutscher Stabhochsprung-Weltmeister feierte der Triumphator mit seinem Stabkollegen und Bronzesieger Björn Otto einen hochemotionalen Abend. Auch bei den deutschen Frauen wurde am Montagabend gezittert, Christina Schwanitz holte im Kugelstoßen für Deutschland atemberaubendes Silber.

Auch am Dienstag fuhren die internationalen Athleten wieder auf Hochtouren. Mit dem Diskuswerfer Robert Harting konnte Deutschland die zweite Goldmedaille feiern. Der „King im Ring“ ist und bleibt Weltmeister seiner Disziplin. Seine weiblichen Kolleginnen Claudia Rath und Silke Spiegelburg scheiterten jedoch knapp im Siebenkampf und Stabhochsprung an einem Platz auf dem Siegerpodest. Im Lauf um 800-Meter begeisterte der Äthiopier Mohammed Amann, der mit gerade einmal 19 Jahren Gold einheimste. Einen Lauf der besonderen Art lieferte die Russin Jelena Laschmanowa, die zwei Mal vermeintlich das Ziel im Visier hatte – Gold über 20-Kilometer-Gehen erhielt sie trotzdem.

Wir freuen uns auf weitere, spannende Wettkampftage und hoffen auf viele Medaillen fĂĽr den deutschen Sportkader!

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