Stilikone Audrey Hepburn bei Tiffany

am 17. August 2010

Audrey-Hepburn

Spricht man von Stilikonen in der Mode, kommt man an einer Schauspielerin nicht vorbei: Audrey Hepburn. Ohne sie mĂŒssten wir heute vermutlich auf Ballerinas, 7/8-Hosen und XL-Sonnenbrillen verzichten.

Ihren Namen kann man getrost Stil gleichsetzen. Kaum eine andere Schauspielerin hatte einen so unverwechselbaren Geschmack wenn es um ihre Mode ging, wie Audrey Hepburn. Erinnern wir uns an die wohl bekannteste Szene aus Blake Edwards “FrĂŒhstĂŒck bei Tiffany”, in der sie als Holly Golightly nach einer durchfeierten Nacht vor dem Schaufenster des berĂŒhmten Juweliers Tiffany’s in New York steht und sehnsĂŒchtig von einem besseren Leben trĂ€umt. Sie trĂ€gt ein kleines Schwarzes, dazu Perlenkette, Ballerinas und XL-Sonnenbrille. Seitdem ist das kleine Schwarze, knielang und Ă€rmellos, nicht mehr aus der Garderobe wegzudenken. Das gilt auch fĂŒr die Ballerinas, die Audrey mit Vorliebe von Salvatore Ferragamo trug. In ihrer Freizeit kombinierte sie die flachen Schuhe am liebsten zu schmal geschnittenen 7/8-Hosen. Diesen Trend lieben wir ein halbes Jahrhundert spĂ€ter in leicht abgewandelter Form mit Leggins immer noch.

Ihr liebster Designer war Hubert de Givenchy. Der Couturier entwarf KostĂŒme und Abendkleider, die ihre elfenhafte Figur besonders betonten. Im Vorwort zum Bildband “Audrey Style”, erschienen bei Schirmer/Mosel, sagt er: “Audrey war ein eigenwilliger Mensch – in der Wahl ihrer Kleider, in der Eleganz, dem Chic und der Schlichtheit, mit der sie sie trug. Auf ausgesprochen persönliche Weise schuf sie ihren eigenen Look: den ‘Hepburn-Stil’.”

Ein essentieller Teil dieses Stils ist das schlichte weiße T-Shirt, das sie mit Vorliebe zu ihren schwarzen 7/8-Hosen kombinierte. Warum wirkte an Audrey Hepburn eine schlichte schwarze Hose, ein schlichtes weißes T-Shirt so gut? Es liegt nicht nur daran, dass sie auf hervorragende QualitĂ€t achtete, die T-Shirts mussten etwa aus schwerer Baumwolle geschneidert sein. Mit dezenten Accessoires wertete sie ihre Outfits zudem auf. Nicht nur die Perlenkette, auch schlichte HalstĂŒcher, die beinahe spießig vorne geknotet wurden, machte sie zum Trend. Oft ersetzte sie einen GĂŒrtel durch ein um die HĂŒften geknĂŒpftes Tuch. Desweiteren gehörten schwingende Tellerröcke und kurzĂ€rmelige Blusen und Cardigans zu ihrer Garderobe. Aber am Wichtigsten ist, dass sie alles mit Haltung trug, mit der ihr eigenen Grazie. Und die ist leider einmalig!

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