The Street Store

am 7. September 2015

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The Street Store

Kleider spenden auf der Straße                                    

Hang up. Help out. So heißt das Motto der weltweiten Open-Source-Organisation „The Street Store“. Das bislang einzigartige Projekt sorgt dafür, dass gespendete Kleidung dort ankommt, wo sie gebraucht wird: bei Bedürftigen vor Ort. Mitten im Leben. Mitten auf der Straße …

Wie es funktioniert                                                                                                   

Die Idee ist genial und einfach. Mit Plakaten werden öffentliche Orte, Straßen, Parks etc. in einen kostenlosen Kleiderladen verwandelt – schnell und unkompliziert.

Leute, die vorbeigehen, werden dazu aufgefordert, Kleider und Schuhe zu spenden, die sie nicht mehr tragen. Bedürftige können sich dann im „Street Store“ bedienen.

Woher es kommt

Entwickelt wurde das Konzept von Max Pazak und Kayli Vee Levitan, die für eine Werbeagentur in Südafrika arbeiten. Beide wollten etwas tun, um den vielen Obdachlosen zu helfen, mit denen sie permanent konfrontiert sind. Die typische Geldspende war ihnen zu kompliziert: von wem sollte man das Geld sammeln und wie kommt es tatsächlich bei den Bedürftigen an?

So kam ihnen die Idee, überschüssige Kleidung einzusammeln und direkt an Obdachlose weiterzugeben. Dafür haben die Designer 5 Poster-Motive für einen „Pop-Up-Store“ entwickelt: 3 davon machen Passanten klar, worum es geht, eines dient als Kleiderbügel und ein weiteres für die Spende von Schuhen & Accessoires.

Poster-Motive Street Store

Wann es losging

Der erste „Street Store“ fand im Januar 2014 in Kapstadt (Südafrika) statt. Die Idee kam so gut an, dass Pazak und Levitan (zusammen mit einer weiteren Hilfsorganisation) die Kleiderspende schnell zum Open-Source-Projekt entwickelten.

Mittlerweile wurde „The Street Store“ in Städten auf der ganzen Welt umgesetzt. USA, Kanada, Brasilien, Israel, Griechenland, England – Armut und den Bedarf nach Kleidung gibt es überall.

Wann „The Street Store“ zu uns kommt

Aufgrund der sozialen und wirtschaftlichen Unruhen in angrenzenden Teilen Europas ist Deutschland zu einem wichtigen Zufluchtsort von Flüchtlingen geworden.

Grund genug, um endlich nachzuziehen! Am 26. September 2015 startet M&C Saatchi den ersten „Street Store“ in Berlin-Friedrichshain. Fast 1.000 Menschen wurden bisher allein über die Facebook-Page der Organisation dazu aufgerufen, mitzumachen.

Weitere Termine sind bereits geplant: Street Store Events

Was es bringt

Die direkte Kleiderspende auf der Straße ist persönlicher, menschlicher, greifbarer. Das Projekt soll unter anderem das Verhältnis zwischen Spendern und Bedürftigen entspannen.

Einen Versuch ist es wert: „The Street Store“ ist, wie bereits beschrieben, Open-Source. Jeder, der möchte, kann einen organisieren. Dazu kann man sich auf deren Website registrieren und die Poster-Motive ganz einfach herunterladen.

Haben Sie auch Ihren Kleiderschrank gut gefüllt? Wahrscheinlich die meisten, die Sie kennen. Trotzdem kaufen wir immer mehr neue Kleidung dazu. Vielleicht könnte hier ein Umdenken stattfinden …

So funktioniert „The Street Store“


Text: Rebecca Kapfinger, Redaktion

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