Die fabelhaften FĂĽnf

am 30. November 2015

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Diese fünf Labels und die Designer dahinter sollten sie kennen, um im Modezirkus mitreden zu können. Oder einfach nur, um zu wissen, was Sie morgen anziehen. Alle Labels gehören natürlich zu unserem Shop-Repertoire …

Christian Dior (*1905-†1957)

Coco Chanel befreite die Frau vom Korsett, Dior schnürte sie nach dem Krieg wieder ein. Er erfand den New Look und die Damen in Paris trugen wieder Sanduhr-Silhouette …

Eigentlich war Christian Dior Politikwissenschaftler. Doch seine kreative Ader war stärker: Er arbeitete erst als Galerist und entwarf später Hutmode. 1938 engagierte ihn Robert Piquet als Designer. Nach dem Krieg richtete Dior sein Atelier in der Avenue Montaigne ein – welches heute noch der Flagship Store des Hauses ist. 1953 stellte er den jungen Yves Saint Laurent als Assistenten ein. Im Oktober 1957 verstarb Christian Dior – vermutlich an einem Herzinfarkt.

In den 70er Jahren brachte das Modehaus die ersten Herren-Kollektionen heraus. Designer Hedi Silmane entwarf 2000 die sehr moderne, androgyne „Dior Homme“ Kollektion. Karl Lagerfeld behauptete, er habe nur so viel abgenommen, um in die schmalgeschnittenen Dior-Anzüge zu passen.

Hubert de Givenchy (*1927)

Mit 17 lernte Graf Hubert de Givenchy erst bei Jacques Faith, dann bei Robert Piquet und schließlich bei Avantgarde-Designerin Elsa Schiaparelli. 1952 eröffnete der aus einer wohlhabenden Adelsfamilie stammende de Givenchy sein erstes Atelier in Paris. Etwas mehr als 10 Jahre später folgten die erste Prêt-à-porter- und die erste Herrenkollektion.

Der Bewunderer von Christobal Balanciega widmete Audrey Hepburn seinen ersten Duft „L’Interdit“ und stattete sie modisch aus – privat und fĂĽr ihre Filmrollen. Sie trug das teuerste KleidungstĂĽck der Filmgeschichte: das Givenchy-Kleid, das sie in „FrĂĽhstĂĽck bei Tiffany“ trug, wurde 2006 fĂĽr unglaubliche 692.000 Euro bei Christie´s in London versteigert …

Seit 1973 produziert Givenchy Herrenmode, für die seit 2008 Designer Ricardo Tisci zuständig ist. Außerdem werden Lizenzen für Schuhe, Schmuck und Tischwäsche vergeben. 1988 verkaufte Hubert de Givenchy sein Unternehmen.

Nino Cerruti (*1930)

Eigentlich wollte Cerruti Journalist werden. Mit gerade 20 Jahren erbte er in den 1950er Jahren eine Stoffmanufaktur, die sein Großvater 1881 in Italien gründete. Unter dem Namen „Cerruti 1881 Maison de Couture“ eröffnete er 1967 eine Boutique in Paris. Er stellte den jungen Georgio Armani als Designer ein und machte aus dem Hause Cerruti das, was es heute ist: Ein Label für luxuriöse Bekleidung, Accessoires und Düfte.

Schnell stand seine Mode für einen klassischen Stil und für elegante Business-Mode. Auf zwei Dinge ist er besonders stolz, wie er 2005 in einem Stern-Interview verriet: Karl Lagerfeld, Hubert de Givenchy und André Olivier waren einmal gleichzeitig auf Shopping-Tour in seinem Laden in Paris und bei einer Oscar-Verleihung trugen gleich drei Berühmtheiten Cerruti – Jack Nickolson, Clint Eastwood und Warren Beatty.

2002 zog er sich aus dem Unternehmen zurück. Heute lebt der 85-jährige unter anderem in Hamburg am Alsterfeld.

Karl Lagerfeld (*1933)

Seine Katze Choupette hat einen eigenen Twitter Account. Er pudert sein Haar in einem speziellen Frisierkabinett und war nach eigener Aussage noch nie betrunken – weil er vorher immer eingeschlafen ist. Karl Lagerfeld ist Exzentriker durch und durch.

Der Sohn eines Kondensmilch-Fabrikanten wuchs in Bad Bramstedt und Hamburg auf. 1953 zog er mit seiner Mutter nach Paris und wurde Mode-Illustrator. Zwei Jahre später gewann er einen Design-Wettbewerb, arbeitete als Assistent bei Balmain und später bei Chloé.

In den 1960er Jahren wurde er Damenmode Designer bei Fendi. In den 1970ern gründete er unter dem Namen „Karl Lagerfeld“ sein eigenes Label, zehn Jahre später wurde er Kreativdirektor bei Chanel. Neben seinen eigenen Kollektionen entwirft er heute noch Damen-Kollektionen für Fendi und Chanel.

Gianni Versace (*1946-†1997)

Der studierte Architekt arbeitet zunächst als Stoffeinkäufer für das Geschäft seiner Mutter. 1972 ging er von Kalabrien nach Mailand, um als Designer für Callaghan und Genny zu arbeiten. Nach ein paar Jahren eröffnete er seine erste Boutique und machte das Gesicht der Medusa zu seinem Logo.

Schnell wurde Versace bekannt für seine auffälligen Muster und grellen Farben und entwickelte einen typischen Stil, der von der griechischen Mythologie geprägt ist. Er war der Erste, der die Jeans auf den Laufsteg brachte und übernahm die Ausstattung für Theater- und Ballett-Aufführungen.

1997 wurde der Italiener vor seiner Villa in Miami Beach erschossen und seine Nichte Allegra erbte die Hälfte des Unternehmens. Ein weiterer Teil ging an seine Schwester Donatella, die heute Chefdesignerin bei Versace ist. Von Couture-Damenmode über Konfektions-Mode für Damen und Herren bis hin zu Kinderbekleidung entstehen jedes Jahr mehrere Kollektionen. Außerdem gibt es Parfüm, Taschen, Schuhe, Schmuck, Geschirr und Wohn-Accessoires.

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