Urban Lumber – die Holzfäller sind los!

am 27. Februar 2015

Urban Lumber

„Wann ist ein Mann ein Mann?“ fragt Herbert Grönemeyer 1991. Damals war das Wort „Metrosexuell“ für Herbert und alle anderen noch ein Fremdwort. Kaum vorzustellen, dass der metrosexuelle Mann nicht einmal eine Dekade später mehr Zeit vor dem Badezimmerspiegel als auf der Toilette verbringt. David Beckham machte es vor und viele taten es ihm nach: „Mann“ cremte und rasierte und pflegte und föhnte bis zum Umfallen.

Und dann kamen die Hipster, männliche Szenemenschen, die den polierten Metrosexuellen vom Trend-Thron stießen. Nicht nur in der deutschen Hipster-Brutstätte Berlin laufen seit den 2010er Jahren mehr tätowierte Männer mit Jeans, V-Neck Shirt, Jutebeutel und riesiger Nerd-Brille (ob nun eine Sehschwäche vorliegt oder nicht) herum, denn je. Die Jeans muss übrigens eng sein. Sehr eng. Der Hipster trägt gerne Bart und trinkt seinen Kaffee bevorzugt mit Sojamilch. Bio natürlich.

Hört sich alles irgendwie nicht besonders männlich an! Was ist nur mit dem starken Geschlecht passiert? Hat es sich im Wald versteckt und hackt heimlich Holz?

Jeans von Silver Jeans Co. , Hemd von Daniel Hechter, Boots von Panama Jack, Hosenträger von Camel Active, Uhr von Citizen, Rucksack von Camel Active, Armband von Strellson, Deo von Strellson

Platz da, ihr Hipster, jetzt kommt der Urban Lumber!
Und da ist er: der Lumbersexuelle, der „Urban Lumber“, direkt aus dem Wald. Noch die Holzspäne auf den Schultern. Er trägt karierte Hemden, umgekrempelte, weite (!) Jeans und schwere Boots. Manchmal sogar Hosenträger. Er ist der „Typ Holzfäller“ wie er im Buche steht: Der Vollbart ist akkurat gestutzt, die Axt hat er gegen Tablet, Laptop oder Handy getauscht. Sein Name leitet sich vom englischen Begriff „Lumberjack“ (Holzfäller) ab. „Urban“ steht für die Großstadt. Ein Holzfäller in der Stadt also, nur ohne Hackebeil.

Den Urban Lumber wirkt männlich, wild, verwegen. Er mag es rustikal, trägt markante Uhren und am liebsten die typischen rot- oder schwarzkarierten Flanellhemden. Jetzt, wo es langsam Frühling wird, tauscht er sein robustes Hemd auch gerne gegen die leichtere Variante aus Baumwolle. Kariert natürlich. Der Unterschied zum Hipster? Mehr Bart, weitere Jeans, derbe Schuhe – und: er bestellt ein Bier.

Grönemeyers Frage steht übrigens bis heute im Raum: Wann ist ein Mann denn nun ein Mann? Wir wissen es nicht. Jetzt sieht er zumindest schon mal wieder wie einer aus!

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