Warum der Osterhase Eier legt

am 24. März 2016

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Der Osterhase – unzählige Geschichten und Legenden ranken sich um den eierlegenden Meister Lampe. Wie ist der Mythos um den Hasen und die bunten Eier eigentlich entstanden?

Schon zur Zeit der alten Germanen spielte der Hase eine wichtige Rolle: Er tauchte angeblich erstmals als heiliges Tier an der Seite der Frühlingsgöttin Ostara auf. Ihr zu Ehren wurde ein Fest gefeiert, das den Frühlingsbeginn einläuten sollte. Auch die Christen folgten der Tradition und legten die Feier der Auferstehung Jesu auf denselben Tag. Ob die besagte Göttin im Glauben der Germanen jedoch wirklich existiert hat, ist fraglich, denn heute wirft die Geschichte einige Zweifel auf …

Am Anfang war das Ei …

Als Symbol von Leben und Fruchtbarkeit standen Eier damals hoch im Kurs. Der Legende nach konnten sie sogar Wunder vollbringen … Es handelte sich dabei natürlich nicht um gewöhnliche Hennen-Eier. Je nach Region wurden sie von einem anderen Tier gebracht – vom Hasen war da aber noch nichts zu hören. Der Schnüffler wurde im Zusammenhang mit den Oster-Eiern erstmals im Jahr 1682 von Georg Franck von Franckenau erwähnt. Die Feld-Hasen verhielten sich nämlich jedes Jahr zur Osterzeit extrem seltsam: Als eigentliche Einzelgänger trafen sie sich plötzlich in großen Gruppen auf den Feldern und fingen an zu tanzen (!). So schnell die Hasen auftauchten, waren sie auch wieder verschwunden – und auf einmal lagen bunte Eier auf der Wiese. Ein Mythos war geboren!

Von hoppelnden, tanzenden Hasen

Bei dem mysteriösen Tanz handelt es sich einfach um einen typischen Balz-Kampf. In großen Gruppen stellen sich Hasen auf ihre Hinterbeine und schlagen die Vorderpfoten ziemlich schnell aufeinander – das soll die Weibchen anlocken und beeindrucken.

Und warum bunte Eier?

Viele Wildvögel brüten auf Feldern und Wiesen. Durch das Gebalze der Häschen werden sie leider verscheucht und müssen ihre Eier zurücklassen. Obwohl man das schon lang herausgefunden hat, hält sich der Mythos um den eierlegenden Oster-Hasen bis heute – entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse. Zumindest in der Phantasie der Kinder.

Text: Stephanie Liebl, Redaktion

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