Was denken Sie über Spielerfrauen, Herr Löw?

am 12. September 2012

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Modetagebuch interviewte Joachim Löw für Nivea for Men. Teil 2
Wie haben Sie während der EM abends
 den Kopf frei bekommen – wenn Sie in dem ganzen 24-
Stunden-Trubel, den ein solches Turnier mit sich bringt, mal ein paar Minuten für sich hatten?
Joachim Löw: „Während eines solchen Turniers bekommt man den Kopf nicht frei. Es ist normal, dass man da einen Tunnelblick hat und auf den Job fokussiert ist. Wichtig ist, dass man auch innerhalb dieses Tunnels mal lachen und sich freuen kann. Dann ist der Stress ein positiver Stress. Wir trainieren und arbeiten ja dafür, bei solchen Turnieren dabei zu sein.“
Als Trainer so wichtige Spiele wie gegen Dänemark oder Portugal von der Seite des Platzes zu verfolgen, ist ein enormer Stress. Manchmal setzt die Mannschaft das Konzept nicht um, die Strategie geht nicht auf – wie gehen Sie mit diesen Situationen um?
Joachim Löw: „Das ist ja normale Trainerarbeit. Während des Spieles ist man als Trainer immer hoch konzentriert und muss einen klaren Kopf behalten. Das gilt aber auch fĂĽr den Fall, dass die Strategie aufgeht. Es kann Verletzungen geben, Veränderungen im Spielverlauf, so dass der Trainer völlig unabhängig vom Spielverlauf immer sehr konzentriert sein muss. Aber ganz ehrlich: Das muss ein Arzt bei einer Operation auch – und da sind Fehler folgenschwerer…“
Was hilft Ihnen (morgens im Bad zum Beispiel…) gut in einen EM-Tag zu starten? Sind Sie ein geborener FrĂĽhaufsteher?
Joachim Löw: „Während eines Turniers sind die Zeiten vorgegeben, mir hilft am besten die Aussicht auf ein Sportprogramm. Wenn wir uns im Trainerteam morgens sportlich betätigen, ist dies das Beste, um den Stress zu verarbeiten. Außerdem habe ich ein kleines Pflegeritual im Bad – ich benutze jeden Morgen die Q10-Gesichtspflege von NIVEA FOR MEN – mit dem Aussehen ist das wie mit dem Sport – von nichts kommt nichts.“
Ein kurzer Kommentar zu den Spielerfrauen. Wie nah dürfen die Ehepartner oder Lebensgefährtinnen bei der Mannschaft sein und wie wichtig ist das mental für die Spieler?
Joachim Löw: „Zum Glück wird dieses Thema zwischenzeitlich völlig unaufgeregt behandelt. Wir halten das sehr flexibel und sind damit sehr gut gefahren. Die Zeiten, in denen Spieler wochenlang in Hotels quasi eingesperrt waren, sind Gott sei Dank vorbei.“
Was ist Ihr Tipp gegen sportliche Rückschläge? Wie verarbeitet man am besten Niederlagen, Patzer, Fehler?
Joachim Löw: „Zunächst hoffen wir mal, dass es keine sportlichen Rückschläge geben wird. Und wenn es welche gibt, kommt es auf die Art dieser Rückschläge an. Aber das wichtigste dabei ist: Man muss vor dem Turnier einen Plan haben, von dem man zu hundert Prozent überzeugt ist und von dem auch die Spieler überzeugt sind. Und dann darf man sich trotz Rückschläge vom Plan nicht abbringen lassen.“

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