Welches Partner-Prinzip funktioniert wirklich?

am 28. November 2016

161128_partnerschaft_main

Die einen sagen: „Gleich und gleich gesellt sich gern“. Die anderen sind überzeugt: „Gegensätze ziehen sich an“. Aber welches Gesetz funktioniert bei der Partner-Wahl besser? Und welches Prinzip hat vor allem mehr Zukunft? Wir haben beide Varianten durchleuchtet und müssen gestehen: Es kommt ganz darauf an …

„GEGENSÄTZE ZIEHEN SICH AN!“

Pro: Katja geht gerne ausgiebig shoppen, während Jens seinen Fußball-Verein anfeuert. Martina liebt Sushi-Essen auswärts im Restaurant, Jürgen hingegen schwört auf gut bürgerliche Speisen aus der heimischen Küche. Kann nicht gut gehen? Aber sicher! Sind beide Parteien kompromissbereit, kann so eine Beziehung sogar sehr gut funktionieren – auch langfristig. Denn ein paar unterschiedliche Interessen halten die Partnerschaft am Laufen: Jeder macht (ab und zu) sein Ding, dafür freut man sich umso mehr wieder auf gemeinsame Stunden.

Contra: Geht es allerdings um soziale Kompetenzen, wie Kommunikation, Empathie oder gar den Umgang mit Stress, wird es bei (zu vielen) Gegensätzen deutlich schwieriger. Sind beide Parteien nicht für dieselben Werte, nehmen sie automatisch verschiedene Rollen in einer Beziehung ein – und das sorgt für Zündstoff! Was wir vielleicht zuvor als Stärke des Partners empfanden, sehen wir plötzlich als Schwäche. Für eine langfristige Beziehung, die Zukunft haben soll, raubt das auf Dauer zu viel Energie.

„GLEICH UND GLEICH GESELLT SICH GERN!“

Pro: In einigen Bereichen einer Partnerschaft ist es besser, wenn beide ähnlich ticken. Nicht unbedingt bei den Interessen, aber zumindest bei den Grundbedürfnissen. Dazu gehören etwa: Nähe und Distanz, Dominanz und Unterordnung sowie Autarkie und Versorgung. Auch grundlegende Charakter-Eigenschaften wie z. B. Ordentlichkeit, Pünktlichkeit oder Strukturiertheit funktionieren auf gleichem Level (statistisch gesehen) besser, als wenn diese zu weit voneinander abweichen.

Contra: Ralf und Heike sind beide regelrechte Klammeraffen und können kaum ohne einander. Christian und Julia verhalten sich in den meisten Belangen äußerst neutral und weniger mitfühlend anderen Menschen gegenüber. Das sind zwar auch Gemeinsamkeiten, allerdings für eine dauerhafte Partnerschaft schwierig zu vereinbaren. Beispiel: Ein dominanter Mensch wird auf Dauer glücklicher mit jemandem, der sich tendenziell seinem Partner eher unterordnet. Ansonsten droht die Partnerschaft zur Arena für Revierkämpfe zu werden.

FAZIT

Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte: Ein guter Mix aus Ähnlichkeiten/Vertrautem und Gegensätzen/Anderem. Und es kommt darauf an, wo man gemeinsam hin möchte. Bei einer Affäre oder einer lockeren Beziehung können Gegensätze durchaus prickelnd sein. Soll die Liebe möglichst ewig halten und die Partnerschaft gut funktionieren, ist es ratsam, zumindest auf gemeinsame Werte und Ziele zu achten.

Text: Rebecca Kapfinger, Redaktion

Passende Produkte zum Artikel

Vorheriger Artikel3 ultimative Tipps fĂĽr den Anzugkauf Nächster ArtikelMode und Musik - stilecht vereint!