Kaum zu glauben, aber am 29. April wird alljährlich der "Tag des Reißverschlusses" begangen. Wobei: Wenn man etwas darüber nachdenkt, ist das eigentlich gar nicht so abwegig. Immerhin begleitet uns der Reißverschluss praktisch täglich und ziert Jeans und Hosen, Jacken, Taschen sowie viele weitere Accessoires und Gebrauchsgegenstände. Kaum vorstellbar, dass wir heute immer noch Schnüre, Knebel und Knöpfe überall da verwenden würden, wo uns jetzt zum Glück der Reißverschluss das Leben erleichtert. Aber hin und wieder ärgern wir uns auch über diese clevere Erfindung - nämlich dann, wenn der Reißverschluss nicht richtig läuft, klemmt oder von selbst aufgeht. Um Ihnen in diesen Situationen weiterzuhelfen, haben wir fünf praktische Alltags-Tipps für Sie vorbereitet.

 


Den Reißverschluss reinigen

 

Eine Grundreinigung kann häufig schon viel bewirken und gleichzeitig einigen Reißverschluss-Malheurs vorbeugen. Ein Wattestäbchen eignet sich hervorragend für den Putzvorgang: Wenn Sie den Wattekopf mit etwas Seife oder Spülmittel benetzen, entfernen Sie nicht nur ganz einfach gröbere Verschmutzungen, die den Lauf des Verschlusses stören können. Sie fetten dabei gleichzeitig die Laufschienen ein. Wenn ihr Reißverschluss allerdings schon länger ins Stocken gerät, sollten Sie sich unseren nächsten Tipp ansehen.

 


Der Reißverschluss klemmt

 

Eines der häufigsten Probleme mit dem Reißverschluss ist, dass er nicht mehr flüssig auf und ab läuft. Zwar bleibt er nicht vollständig stecken und verrichtet prinzipiell noch seinen Dienst, störend ist das aber trotzdem. Abhilfe schafft hier ein fettendes Mittel, dass den Verschluss wieder problemlos gleiten lässt. Der Profi verwendet dafür Silikonspray, das auf beide Führungsschienen aufgetragen wird. Anschließend bewegen Sie den Verschlussschieber etwas hoch und runter, um das Spray zu verteilen. Falls Sie kein Silikonspray im Haus haben: Stattdessen können Sie auch die Mine eines weichen Bleistifts über die Führungsschienen reiben. Das fetthaltige Graphit hat den gleichen Effekt wie Silikonspray - allerdings eignet es sich nicht so gut für Reißverschlüsse aus Kunststoff.

 


Pflege mit Wachs

 

Für die Pflege sollten Sie Ihren Reißverschluss regelmäßig mit Wachs einreiben. Dafür gibt es spezielles Reißverschluss-Wachs auf Silikonbasis - allerdings empfehlen manche Hersteller, silikon- und paraffinfreie Mittel zur Pflege zu verwenden. Hier können Sie dann auch zu Bienenwachs greifen. Die Behandlung mit Wachs erhält übrigens nicht nur die Gleitfähigkeit des Reißverschlusses. Sie schützt ihn gleichzeitig vor neuen Verschmutzungen, da sich Partikel so schwerer auf dem Material ablagern können.

 


Verschluss mit Schlüsselring

 

Das Gegenteil eines klemmenden Reißverschlusses - und dabei mindestens ebenso unerfreulich: ein Reißverschluss, der dauernd von selbst aufgeht. Das ist beim Hosenstall genauso ärgerlich wie bei Reisetasche und Rucksack. Hier hilft ein handelsüblicher Schlüsselring und hält alles an Ort und Stelle. Befestigen Sie diesen einfach an der kleinen Metallöse am Ende des Zippers und haken Sie den Ring am oberen Hosenknopf ein. Bei Gepäckstücken müssen Sie den Ring wahrscheinlich an beiden Reißverschlussgleitern befestigen, damit diese wirklich sicher halten - in dem Fall ist das ganze also eher als Notlösung geeignet.

 


Austauschen leicht gemacht

 

Manchmal helfen alle Hausmittel nicht mehr und der kaputte Reißverschluss muss einfach durch einen neuen ersetzt werden. Das ist etwas mehr Arbeit, allerdings kommen Sie auch hier mit etwas Fingerspitzengefühl und dem richtigen Werkzeug schon ziemlich weit. Im Handel finden Sie Reißverschluss-Reparatur-Kits, mit denen Sie die Naht des alten Verschlusses schonend auftrennen und entfernen können. Für den Ersatzverschluss können Sie ein passendes Modell als Meterware kaufen und anschließend mit einer Nähmaschine anbringen. Falls Sie im Umgang mit letzterer komplett ungeübt sind, sollten Sie das Annähen allerdings lieber an jemanden mit mehr Erfahrung übergeben.