Die Jeans gehört zu den langlebigsten und geschichtsträchtigsten Kleidungsstücken der modernen Mode. Fast 150 Jahre hat die robuste Denimhose bereits auf dem Buckel - und in so einer beeindruckenden Zeitspanne entstehen natürlich auch viele Anekdoten, Kuriositäten und allgemeine Folklore, die ihren Teil zum Legendenstatus dieses Fashion-Dauerbrenners beitragen. Aber was ist an den gängigsten Mythen über die Jeans eigentlich dran? Wir haben recherchiert und liefern Ihnen interessante Antworten auf vieldiskutierte Fragen.



Kein Mythos, sondern ganz real:
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Mythos Nr. 1: Wurde die Jeans von einem Deutschen erfunden?



Allgemein wird Levi Strauss, der Gründer des weltbekannten Labels Levi's, als Erfinder der Denimhose genannt. Und tatsächlich wurde der Vater der Jeans 1829 als Löb Strauss im oberfränkischen Buttenheim beim Bamberg geboren. Allerdings wanderte Löb 1847 in die USA aus, wo er nicht nur den Vornamen Levi, sondern auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft annahm - und später sein Patent für die mit Nieten verstärkte Baumwollhose anmeldete.

 

Fazit: Dieser Mythos ist nur zum Teil wahr. Wenn man es genau nimmt, wurde die Jeans nämlich von einem US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln erfunden.



Mythos Nr. 2: Tötet das Einfrieren der Jeans Bakterien? 



Anstatt die Jeans regelmäßig in die Waschmaschine zu stecken, sollte man sie lieber über Nacht ins Gefrierfach legen - auf diesen Geheimtipp vertrauen vor allem Raw-Denim-Enthusiasten. Die Schockfrost-Behandlung soll Bakterien und Keime abtöten, die für schlechte Gerüche verantwortlich sind und dabei den Baumwollstoff der liebevoll eingetragenen Jeans schonen. Tatsächlich versetzt eine Nacht bei Minusgraden die Einzeller allerdings nur in eine Art Winterschlaf. So hören sie in der Kälte zwar auf zu arbeiten, machen aber munter weiter, sobald die Hose wieder auftaut.

 

Fazit: Falsch. Im Gefrierfach werden keine Bakterien und Keime abgetötet - wenn die Jeans unangenehm riecht, sollte sie also gewaschen werden.



Mythos Nr. 3: Sollte man Jeans möglichst selten waschen?



Nicht nur Jeans-Puristen, sondern auch Designer wie Tommy Hilfiger sind sich bei ihrer Antwort einig: Ja! Hilfiger hält Leute sogar für verrückt, die ihre Jeans nach jedem Tragen in die Waschmaschine stecken - und damit hat er wahrscheinlich nicht nur im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit recht. Vernünftiger ist es, die Denim nach fünf- bis siebenmaligem Tragen zu waschen. Der Grund dafür: Der charakteristische Baumwollstoff passt sich beim Tragen an, wird weicher und geschmeidiger. Durch jeden Waschgang in der Maschine verliert die Jeans etwas von ihrer eingetragenen Passform, außerdem leiden wie bei jedem Kleidungsstück Farbe und Material.

 

Fazit: Wahr. Eine hochwertige Jeans wurde als robuste Begleiter für den Alltag entworfen - damit sie das auch bleibt, sollte sie nicht zu häufig in die Wäschetrommel.



Mythos Nr. 4: Darf man Jeans nur per Hand waschen?



Wie wasche ich Jeans richtig? Diese Fragen stellen sich wahrscheinlich viele Menschen, die ihr neues Lieblingsstück schonen wollen. Die Handwäsche ist hier natürlich die sicherste Option, denn so ist die Hose keinem Schleuderprogramm ausgesetzt. Aber auch die normale Wäsche bei 30 Grad ist in Maßen (siehe Mythos Nr. 3) für die meisten Modelle kein Problem. Mittlerweile haben viele moderne Waschmaschinen ein eigenes Programm, das extra auf Jeans ausgelegt ist. Eine neue Jeans sollten Sie bei der ersten Wäsche allerdings zur Sicherheit alleine in die Trommel geben, da diese Farbe verlieren und dabei andere Kleidungsstücke verfärben kann. Das gilt insbesondere für Raw-Denim-Varianten, da diese nicht vorgewaschen sind.

 

Fazit: Falsch. Allgemein können die meisten Jeans auch in der Waschmaschine gereinigt werden. Zur Sicherheit sollten sie die jeweiligen Pflegehinweise auf dem Etikett beachten.



Mythos Nr. 5: Dürfen Jeans nicht in den Wäschetrockner?



Viele Jeans bestehen heutzutage nicht mehr nur aus reiner Baumwolle. Oftmals sind andere Stoffe wie Polyester oder Elasthan beigemischt, die für eine flexiblere Passform sorgen sollen. Diese können im Trockner Schaden nehmen, sodass die Jeans stattdessen mit der Zeit sogar ihre Form verliert. Modelle aus reiner Baumwolle sind davon weniger stark betroffen, bei manchen Denims weist das Pflegeetikett auch darauf hin, dass die Jeans grundsätzlich für den Trockner geeignet ist. Allerdings kann der Schleudergang auch hier unnötigen Materialverschleiß zur Folge haben.

 

Fazit: Wahr. Falls möglich sollten Sie die Jeans immer einfach an der Luft trocknen lassen.



Mythos Nr. 6: Kann ich mit meiner Jeans in die Badewanne, damit sie richtig passt?



Diesen Mythos kennen einige wahrscheinlich noch aus vergangenen Jahrzehnten, als die Jeans gar nicht eng genug am Körper sitzen konnte. Doch nicht nur die Mode bringt Menschen dazu, sich mit ihrer neuen Jeans in die Badewanne zu legen. Auch Modelle, die eine halbe Nummer zu groß sind, sollen sich durch ein Wasserbad besser an die Körperform anpassen. Anschließend lässt man die Denim diesem Tipp zufolge einfach am Körper trocknen. Das klappt zwar in gewisser Weise, allerding nur temporär: Die Fasern der Jeans ziehen sich - wie beim normalen Waschen zusammen - und liegen so enger am Körper. Nach einer Weile ist die Jeans allerdings wieder eingetragen, weil sich der Stoff durch Bewegung dehnt. Und ein zu großes Modell schrumpft dadurch leider auch nicht auf die perfekte Größe. Wer seine Jeans gleich im Slim Fit kauft, ist eindeutig besser beraten.

 

Fazit: Falsch. Zwar wird die Passform tatsächlich zunächst enger, wenn sie eine Jeans im Wasser tragen und dann an der Luft trocknen lassen. Der Effekt für den hautengen Fit hält aber nicht dauerhaft.



Mythos Nr. 7: War die kleine fünfte Tasche der Jeans ursprünglich für Kondome gedacht?



Man muss kein Geschichtsprofessor sein, um diesen Mythos leicht zu widerlegen. Zwar soll beispielsweise Giacomo Casanova bereits im 18. Jahrhundert Präservative aus Tiermembran benutzt haben. Allgemein verfügbar wurden Kondome allerdings erst viele Jahrzehnte nachdem die ersten Jeans mit kleiner Zusatztasche vorne rechts oder links auf den Markt kamen. Verbreitet waren damals allerdings kleine Taschenuhren, für welche die Tasche ursprünglich gedacht war ? daher auch der Name "Watch pocket". Später wurde daraus die "Coin pocket", da Jeansträger sie auch zur Aufbewahrung von Kleingeld nutzten. Ganz unverfänglich sprechen die Hersteller heutzutage einfach von der "Fifth pocket", was den Namen der klassischen Five-Pocket-Jeans erklärt und den Zweck der cleveren kleinen Tasche jedem selbst überlässt.

 

Fazit: Falsch. Die sogenannte "Watch pocket" war früher eine Aufbewahrungsmöglichkeit für kleine Taschenuhren.



Jetzt wissen Sie Bescheid was 7 gängige Mythen über die weltberühmte Denimhose angeht! Wollen Sie noch mehr rund um die Jeans erfahren? Dann schauen Sie doch mal in diese Artikel rein:

 

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