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16.03.22

Ritterschlag für Walter Röhrl und Christian Geistdörfer

 

München (ee): Genau eine Woche nach seinem 75. Geburtstag wurde der Rallye-Legende Walter Röhrl und seinem Co-Piloten Christian Geistdörfer eine besondere Ehre zuteilt. Seine Königliche Hoheit Leopold Prinz von Bayern hat die beiden in seinen königlichen Club aufgenommen. "Walter ist einer der größten Rennfahrer aller Zeiten, uns verbindet sehr viel und das schon eine lange Zeit. Wir setzen uns beide für Nachhaltigkeit und ökologisches Handeln - allerdings mit Technologieoffenheit - ein. Das Automobil der Zukunft muss umweltfreundlich und klimaneutral sein. Das funktioniert aber kurzfristig nur mit dem Verbrennungsmotor und eFuels", sagt der Gründer des Royal Bobsleigh Automobil Club und ehemalige DTM-Pilot Leopold Prinz von Bayern.



Röhrl kam direkt von viertägigen Testfahrten aus Schweden, um den begehrten dunkelblauen Herrenausstatter-Blazer zusammen mit seinem legendären Beifahrer Christian Geistdörfer überreicht zu bekommen. "Wir freuen uns sehr über diese exklusive Auszeichnung", sagte der der zweimalige Rallyeweltmeister. Der Regensburger hat bereits vor drei Jahren erste Erfahrungen mit eFuels gemacht: "Das Fraunhofer-Institut hat mich eingeladen und mir 15 Liter synthetischen Treibstoff, hergestellt aus getrocknetem Klärschlamm, in meinen Porsche getankt. Es hat alles problemlos funktioniert, einwandfrei und komplett CO2-neutral", sagt Röhrl. Christian Geistdörfer ergänzt: "Es ist hochinteressant, wie das eFuel aus dem Abfallprodukt hergestellt wird. Unglaublich." Auch Röhrl plädiert für Technologieoffenheit: "Wahrscheinlich wird es so sein, dass es gar nicht die eine richtige Lösung gibt, sondern es wird mehrere nebeneinander geben. Das eine System ist besser für den Verkehr in der Stadt. Das andere ist wichtig für die Vielfahrer." E-Autos sind allerdings nicht seine Favoriten: "Für E-Autos wurde in den letzten zwei, drei Jahren eine sehr intensive, intelligente Pressearbeit gemacht."


Bereits im vergangenen feierte Prinz Leopold mit dem 50 Jahre alten BMW 3.0 CSL eine Weltpremiere in Hockenheim, als er erstmals mit Biosprit in einem historischen Rennwagen über die Grand-Prix-Strecke donnerte. Röhrl, der als einer der hochbegabtesten Rennfahrer, wenn nicht der beste Rennfahrer aller Zeiten gilt, zeigte auch schon mal auf der Rundstrecke seinen Kollegen, wer der Chef im - oder auf dem - Ring ist. Zu seinen legendären Auftritten zählt Mitte der Neunzigerjahre das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Bei dichtem Nebel wurde er in einer stockdunklen Nacht zur Lichtgestalt in der Eifel. Der Porsche-Werksfahrer distanzierte seine Profikollegen und Ringspezialisten um eine Minute pro Runde. Als er nach 12 Runden und 12 Minuten Vorsprung zum Fahrerwechsel in die Box kam, hatte die Konkurrenz nur eine Erklärung: Wahnsinn.



Aber auch der Lenkrad-Virtuose hat ein Limit. Das Bobfahren. "Ingo Appelt, der einzige österreichische Goldmedaillengewinner im Bobfahren, hat einen riesigen Spaß mit mir im Auto. Im Gegenzug mit ihm in den Bob zu steigen mußte ich leider ablehnen." Dieses Jahr werden sich die beiden Mitglieder des Royal Bobsleigh Automobil Club wieder im Stubaital treffen. Mitten drin Leopold Prinz von Bayern, der ein begeisterter Bobfahrer ist.


Fotos: Stefan Matzke