SCHUPPIGE ANGELEGENHEIT



Früher steckte man an Silvester in Deutschland eine Schuppe des Karpfens, der abends auf den Tisch kam, in die Geldbörse. Man hoffte, sie würde einem im kommenden Jahr stets zu ausreichend Geld verhelfen.



WÄSCHELOS GLÜCKLICH



Um den Unmut der Geister nicht unnötig auf sich zu lenken, sollte man am Silvestertag keine Wäsche aufhängen. Die vertriebenen Geister könnten sich nämlich in der Wäsche verhängen. Außerdem würden sie sich der Legende nach im folgenden Jahr rächen, indem sie einen geliebten Menschen mit ins Jenseits nehmen.



FLIEGENDE PANTOFFELN



Ein Brauch aus Bayern: Heiratswillige Frauen werfen traditionell im Garten ihren linken Pantoffel über die rechte Schulter. Wenn die Spitze des Pantoffels vom Haus weg zeigt, heißt das, dass die Chancen auf eine Hochzeit im neuen Jahr gut stehen.



ANSTOSSEN BRINGT GLÜCK



Sind die ersten Sekunden des Jahres angebrochen, ist es Tradition & Brauch, ein gefülltes Glas (meist Champagner oder Sekt), zur Hand zu haben und anzustoßen. Dabei kommt oft der Trink-Spruch "Prost Neujahr" zum Einsatz. Er wurde aus dem lateinischen Wortschatz übernommen und heißt so viel wie "Lass es gelingen". Auch beliebt: Sich einen "Guten Rutsch" zu wünschen. Der Spruch lässt sich vom jiddischen Wort "Gut Rotsch" ableiten und bedeutet "Anfang". 



Übrigens: In Zeiten, in denen sich noch nicht jeder Sekt leisten konnte, war Punsch das übliche Silvestergetränk. Er bestand aus Wasser (oder Wein), Tee, Zitrone und Zucker und wurde ab Beginn des 18. Jahrhunderts in ganz Europa immer beliebter.