"Zum Streichen geht das noch" oder "Das hier war einfach zu teuer" - na, fühlen Sie sich ertappt? Wenn es Ihnen in Ihrem Kleiderschrank auch so geht, haben Sie bestimmt Probleme, auszusortieren. Dabei lebt es sich viel einfacher ohne unnötigen Ballast. Wir verraten Ihnen jede Menge Tipps zum Kleiderschrank ordnen - so schaffen Sie Platz und Struktur!



1. Schritt: Kleiderschrank richtig sortieren

Schauen Sie sich alle Kleidungsstücke aus Ihrem Schrank genau an und gehen Sie diese nacheinander mit folgenden fünf Fragen durch. Das Wichtigste dabei: Seien Sie ehrlich zu sich selbst!

 

TIPP 1: PASST ES NOCH?

Es ist ganz einfach: Was nicht passt, kann weg! Was nützt Ihnen die teure Designer-Jeans im Schrank, wenn Sie nicht reinkommen? Ahh, Sie wollten noch 5 Kilo abnehmen? Machen Sie es sich selbst nicht so schwer, denn wir wissen alle, wie diese Vorsätze in der Regel verlaufen..

 

TIPP 2: GEFÄLLT ES NOCH?

Der Pulli, der am Hals kratzt, das Sakko, dessen Blauton Sie ziemlich blass macht und die Hose, die sich ständig elektrisch auflädt? Das Hemd, dessen Muster Ihnen eigentlich viel zu gewagt ist und Sie sich darin nicht hundertprozentig wohlfühlen? Weg damit, auch wenn das Teil teuer war. Vielleicht freut sich ja jemand aus Ihrem Bekanntenkreis darüber!

 

TIPP 3: ZIEHE ICH DAS TEIL NUR NOCH ZUHAUSE AN?

Pullis oder Hosen, bei denen die Farbe verwaschen, der Schnitt nicht mehr aktuell ist oder kleine Löcher vorhanden sind, haben ihren Dienst erfüllt und können guten Gewissens aussortiert werden. Auch wenn Sie die Styles nur zuhause oder für den Bäcker nebenan tragen: Es gibt inzwischen richtig schöne Loungewear - und schließlich weiß man ja nie, wem man beim Bäcker begegnen könnte.

 

TIPP 4: WANN HATTE ICH DAS TEIL ZULETZT AN?

Letzte Woche oder letztes Jahr? Je länger es her ist, desto mehr besteht der Verdacht, dass Sie das Teil eigentlich gar nicht wirklich leiden können und deswegen das Kleidungsstück ausmisten sollten. Handelt es sich hierbei nicht gerade um ein extravagantes Designer-Sakko, das wirklich nur zu speziellen Anlässen passt, dann raten wir: weg damit!

 

TIPP 5: WARUM IST ES SO SCHWER, MICH DAVON ZU TRENNEN?

Ist es, weil Sie sich mit diesem einen Teil auch von einer bestimmten Version von Ihnen verabschieden müssen - einer schlankeren oder jüngeren vielleicht? Oder weil Sie spezielle Erinnerungen mit dem Teil verbinden? Befreien Sie sich von all dem und konzentrieren Sie sich auf Ihr Dasein im Hier und Jetzt. Sie werden sehen, wie gut das tut!

 

WOHIN MIT DEN AUSGEMISTETEN TEILEN?

Nach dem Ausmisten folgt das Verkaufen oder Verschenken! Nur weil Sie keine Freude mehr mit den wegsortierten Styles haben, sieht das in Ihrem Freundeskreis vielleicht anders aus. Verschenken Sie Aussortiertes oder geben Sie es an soziale Einrichtungen wie das Deutsche Rote Kreuz oder die Caritas! Weitere Möglichkeiten: Geben Sie die ausgemisteten Kleidungsstücke an einen Second-Hand-Laden, bieten Sie sie beispielsweise auf eBay.de oder vinted.de zum Verkauf an oder verkaufen Sie sie direkt auf zalando-wardrobe.de oder momox-fashion.de.

Sie können Ihr Kleidungsstück auch upcyceln. Hierbei werden diese leicht verändert und wiederverwertet - z. B. für eine iPad-Hülle oder ein Kissenüberzug. Einige Firmen-Beispiele: Upcycling Manufaktur LuxUnica, Aluc oder Super Fashion Rainbow Camp.


 


2. Schritt: Die Kleiderschrank-Organisation

Sie sind alle fünf Fragen durchgegangen und haben fleißig Klamotten sortiert? Prima! Dann geht es jetzt darum, Organisation in Ihren Schrank zu bringen. Befolgen Sie diese fünf Punkte - danach nennt Sie jeder nur noch Mr. Kondo, versprochen!

 

TIPP 6: BENUTZEN SIE KLEIDERSÄCKE

Die Teile, die Sie nur zu Anlässen oder zu einer Jahreszeit tragen - ein Smoking zum Beispiel oder der sehr sehr dicke Wintermantel ? sollten Sie in Kleidersäcken aufbewahren, um sie vor Staub, Knickfalten oder alltäglichen Verschmutzungen zu schützen.

Falls Platz auf der Kleiderstange begrenzt ist, bewahren Sie sie sorgfältig gefaltet in Boxen auf (jedoch daran denken, dass die Teile vor dem Tragen eventuell aufgebügelt werden müssen).

 

TIPP 7: BEWAHREN SIE STRICKWARE GEFALTET AUF

Strickware wird nicht aufgehängt. Pullover und Cardigans, besonders die aus feinem Kaschmir oder Wolle, werden gefaltet (auf Regalen im Winter, um alle Teile auf einmal gut zu sehen, oder in Schubladen im Sommer, wenn sie weniger genutzt werden). So kann sich das empfindliche Material durch die Kleiderbügel nicht verziehen.

 

TIPP 8: DÜNNE, RUTSCHFESTE KLEIDERBÜGEL FÜR SHIRTS

T-Shirts sollten nicht auf breiten Holzbügeln aufgehängt werden, diese verbrauchen zu viel Platz. Verwenden Sie stattdessen schmale Kleiderbügel aus Filz oder Samt - so können T-Shirts und Longsleeves nicht runterrutschen. Und sie verknittern weniger, als wenn sie gefaltet aufbewahrt werden.

 

TIPP 9: HÄNGEN SIE HOSEN GEFALTET AUF

Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob Hosen gefaltet oder aufgehängt aufbewahrt werden sollen. Wir kommen mit einem Kompromiss: Hängen Sie sie gefaltet auf! Das schützt den Hosenbund und hält sie faltenfrei - das heißt, sie müssen vor dem Tragen nicht neu aufgebügelt werden.  

 

TIPP 10: BEWAHREN SIE SPORTMODE SORTIERT AUF (NACH SPORTART/TAG)

Gerade in den letzten Monaten ist Sportmode für viele Männer immer wichtiger geworden. Wenn es um die richtige Aufbewahrung geht, sind jedoch viele ratlos.

Unser Tipp: Sortieren und bewahren Sie Ihre Sportmode schon in kompletten Outfits auf - entweder nach Wochentagen oder nach Sportart (Jogging, Biken etc.) So müssen Sie nicht lange überlegen, sondern können sich schnell anziehen und loslegen!

 

Haben Sie jetzt Lust bekommen, Ihren Kleiderschrank zu ordnen? Dann los damit! Sie werden bestimmt überrascht sein, wie viel sich über die letzten Jahre angesammelt hat. Und keine Angst, der Anfang ist am schwersten - aber wenn Sie mal drin sind, kann es richtig befreiend wirken. Wir wünschen viel Spaß und Erfolg!

 



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