Als auffälliges Stück polarisiert die weiße Hose - so auch in unserem Büro. Deshalb präsentieren wir Ihnen zwei gegensätzliche Meinungen aus unserer Redaktion, die das Für und Wieder der weißen Hose debattieren. Und auf welcher Seite stehen Sie?



"Kaufen Sie sich eine weiße Hose!"

 

Keine andere Farbe strahlt eine solche Eleganz und Souveränität aus. Es kommt nicht von ungefähr, dass manch angesehener Beruf mit der Farbe Weiß verbunden wird - sei es der Bootskapitän oder der Zahnarzt.

 

Und natürlich werden Sie jetzt denken: "Eine weiße Hose ziehe ich nicht an, die wird so schnell dreckig." Doch wenn wir ehrlich sind - sie kann genauso dreckig werden, wie es auch eine Blue Jeans werden kann - mit dem Unterschied, dass man die Flecken eben schneller sieht. Und wenn wir bei der Ehrlichkeit bleiben: Dann muss man eben aufpassen, so einfach ist das. Schließlich kann man den 7-jährigen Sohn oder Enkel nicht ständig dazu ermahnen, auf seine Sachen aufzupassen und sich dann aber selbst an die dreckige Wand lehnen oder beim Eisschlecken zu langsam sein.

 

Selbstverständlich ist eine weiße Hose nicht der Begleiter für die nächste Wandertour - aber das soll sie ja auch gar nicht. Sie soll nur zwei Dinge: Ihnen mit ihrer sommerlich-leichten Attitüde einen frischen Look bescheren sowie Ihren Sommer-Teint zum Strahlen bringen! Und das gelingt am besten in Kombi mit Oberteilen in maritimen Farben wie Rot oder Navy - sowie Pastelltönen wie Rosa, Hellblau oder zartem Gelb. Also: Für den nächsten Besuch auf der Terrasse Ihres Lieblings-Italieners oder dem gemütlichen Abendspaziergang an der Strandpromenade wissen Sie, welche Hose Sie tragen.

 

Carina K. - herrenausstatter.de



"Bitte keine weiße Hose!"

 

Ich bin ja generell ein Freund ausgeprägter Kontraste in der Mode. Schwarz und natürlich auch Weiß sind quasi Grundzutaten für gute Looks, gerade wenn man es gerne ein wenig minimalistischer mag. Aber während Schwarz im Prinzip universell funktioniert - auf jedem Teil und für jeden Typ - muss man mit Weiß ein wenig vorsichtiger sein.

 

Bestes Beispiel: die weiße Hose. Ärzte können sie natürlich tragen, Köche und Matrosen genauso. Aber abseits von Berufskleidung finde ich weiße Hosen extrem schwierig. Ein Grund dafür liegt auf der Hand: Da man Schmutz auf ihr schnell sieht, kann sie eigentlich nur da sicher getragen werden, wo sie garantiert nicht dreckig wird. Aber auch die Ästhetik an sich ist für mich eher unvorteilhaft.

 

Ähnlich wie opulent verzierte Lackschuhe, verspiegelte Sonnenbrillen oder Oberteile mit buntem Print und Strass neigt die weiße Hose schnell dazu, prollig auszusehen. Natürlich, wer über eine gesunde Portion Stilsicherheit verfügt, kann auch helles Beinkleid meistern - und seine Hose dabei auf fast anmutige Art fleckenfrei halten. Aber gerade zum lockeren Lebensgefühl des Sommers gehört doch auch, sich keine allzu großen Gedanken über die Garderobe machen zu müssen. Und zum Glück gibt es von Shorts über Chinos bis Jeans genug tolle Alternativen.

 

Florian D. - herrenausstatter.de



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