Die Birkenstock-Story:
250 Jahre deutsche Innovation.
In unserer schnelllebigen Zeit kaum mehr begreifbar, wie eine Familie fast 250 Jahre lang fest zu einem Geschäft, einer Firma, einer Marke stehen kann. Und doch war BIRKENSTOCK sechs Generationen lang in Familienbesitz - erst 2021 wurde die Marke verkauft. Schade um einen Leuchtturm deutschen Mittelstandes. Wir erzählen heute, was Sie über Birkenstock wissen sollten - denn eines ist klar: Heute sind die Schuhmodelle mit der charakteristischen und herausragend bequemen Korksohle stylishe Hingucker und Alleskönner. Ob in Hollywood oder im heimischen Biergarten.
Birkenstock erfand nicht die Sandale, sondern machte das Fußbett zum Produkt.
Bereits 1897 entstand ein anatomisch geformter Leisten; Im Lauf der Zeit entwickelte sich daraus das eigentliche Kapital der Marke: nicht der Rahmen, sondern das, worauf der Fuß steht.
Das Fußbett besteht aus Kork, Naturlatex und Jute,
darüber liegt gewöhnlich eine Decksohle aus Veloursleder. Der Kork stammt teilweise aus Restmaterial der Weinkorkenherstellung. Er ist leicht, elastisch, isolierend und passt sich mit der Zeit dem Fuß an.
Birkenstock war lange eher Gesundheitsprodukt als Modeartikel.
Die Schuhe wurden über Orthopäden und Reformhäuser vertrieben. Dass daraus einmal Luxusmode werden würde, hätte damals vermutlich als orthopädischer Scherz gegolten.
Der Übergang zur Mode begann nicht erst gestern.
Bereits in den 1990er Jahren gab es Kooperationen unter anderem mit Jil Sander oder Manolo Blahnik. Das Prinzip blieb dabei gleich: Man veredelt die Oberfläche, das Fußbett bleibt der Souverän.


