Mit der beginnenden Basketball-WM widmen wir uns diese Woche einem Thema, das in den USA immer größere Kreise zieht: der steigende Einfluss von Sportlern auf die Modewelt! Denn inzwischen stehen nicht mehr nur ihre Korbleger, sondern auch ihre Outfits im Fokus:


Es waren wohl LeBron James und ein Paar Kopfhörer, die die Beziehung der NBA-Liga und der Modewelt für immer veränderten: Gehen wir zurück ins Jahr 2008 - die olympische Basketball-Mannschaft landete in Shanghai und die noch junge Marke Beats verkaufte ihre ersten Kopfhörer. Bis zu dem Zeitpunkt, als LeBron James mit genau diesen Hörern am Kopf aus dem Flieger stieg und Beats by Dre quasi über Nacht zum Must-Have wurde.


Vor Beats und LeBron wurde von Basketballspielern erwartet, innerhalb eines bestimmten Rahmens zu funktionieren: Sportliche Leistungen zu bringen. Die entsprechende Fitness zu halten. Ein authentischer Spieler zu sein. Allenfalls einen Sneaker oder einen Fitnessriegel zu promoten und mit sportlichen Modemarken wie Nike oder Adidas zusammenzuarbeiten.


Der Erfolg von Beats glich einem Augenöffner - für die Spieler und die (Mode)marken gleichermaßen: Denn Fans achten nicht nur auf LeBron James den Basketballer - sie achten auf LeBron James den Mann, LeBron James die Marke. Ob nun Kopfhörer von Beats, ein Anzug von Thom Browne oder Sneaker von John Elliot: Fans wollen wissen, was LeBron James trägt - und viel wichtiger: Sie wollen es selbst auch tragen.


Genau diese Haltung - Sportler als echte Mode-Vorbilder - hat sich in den USA wirklich etabliert, besonders in aufsehenerregenden Momenten: wenn die Athleten beispielsweise aus dem Flugzeug steigen oder auf eine Veranstaltung geladen sind. Heute haben sie ihre Brands, die sie promoten und präsentieren ihren Fans regelmäßig neue Must-Haves. Heute sind Basketballstars ihre eigene Marke: Was sie tragen, ist nicht nur ihr persönlicher Stil - es ist auch ein strategisches Business.


Outfits sind nicht nur Outfits - sie bringen echtes Geld

Denn eine vermeintlich einfache Entscheidung - wie die Wahl der Schuhe - kann bei einzelnen Sportlern zu gewinnbringenden Auswirkungen führen. Kein Wunder, dass die meisten NBA-Stars inzwischen mit einem festen Team aus Stylisten und Designern zusammenarbeiten - um selbst jedes normale Alltags-Outfit in einen echten Laufsteg-Look zu verwandeln. 


Die Marke Beats hat inzwischen eine offizielle Kooperation nicht mehr nur mit LeBron, sondern der gesamten NBA. Instagram-Accounts wie der von Russel Westbrook gleichen vielmehr einem Style-Book und Stance Socks ist nach langer Partnerschaft mit Dwayne Wade auch die heutige offizielle Sockenwahl der gesamten NBA - und vermutlich die ihrer Fans.


Wenn man sich diese Partnerschaften ansieht, ist es wohl kein Geheimnis, dass Athleten immer mehr Gewinn und Nutzen für (Mode)marken bringen. Wo früher ausschließlich Moderedakteure oder Promis Strahlkraft auf Trends hatten, konnten sich in den vergangenen Jahren einzelne Sportler als neue Mode-Ikonen etablieren - und dank ihrer Manager, Stylisten und Social Media dürfte sich daran in der nächsten Zeit kaum viel ändern. Da können wir nur gespannt sein und abwarten, wann dieser große Einfluss auch bei uns in Deutschland seinen Einzug erhält.