Glencheck, Tartan, Pepita: Sie gucken schon kariert aus der Wäsche, wenn Sie die große Auswahl verschiedener Karomuster sehen? Keine Sorge, wir haben Ihnen nicht nur Definitionen für die wichtigsten Gattungen zusammengestellt, sondern geben Ihnen auch Tipps zur Kombination von Karo.

Gerade im Business ist Karo ein Gewinner - schließlich gibt es kaum ein anderes Muster, das so seriös und trotzdem so abwechslungsreich ist. Ob großkarierte Sakkos zu kleinkarierten Hosen, All-Over-Karos auf dem Anzug oder die Kombination von kariertem Hemd und Sakko, von gediegen bis gewagt ist alles möglich. Auch die Farbfrage (Ton in Ton oder kreative Kontraste ?) bleibt Ihnen überlassen!

Die verschiedenen Karoarten

 

Tartan/Schottenkaro

Das Tartanmuster gibt in Schottland über die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Familienclans Auskunft. Generell besteht das Schottenkaro aus verschiedenfarbigen Garnen, die miteinander verwebt werden. Tartan ist wohl das klassischste Karomuster und wird von großen Couture-Häusern wie Burberry als Markenzeichen mit Wiedererkennungswert verwendet.


Vichy

Das Vichy-Karo ist recht kleinkariert und traditionell zweifarbig: Zumeist sieht man die Kombinationen Blau und Weiß oder Rot und Weiß, aber auch Gelb und Weiß ist beliebt.



Glencheck

Das Glencheck-Muster besteht aus "Karos im Karo", also vielen kleinen Karos, die sich ebenfalls im Karomuster anordnen und abwechseln. Oftmals gibt es noch ein darüber liegendes Karomuster mit großem Rapport. Dieses Muster eignet sich gut für winterliche Mäntel und Sakkos.



Pepita / Hahnentritt

Das Pepita-Muster unterscheidet sich vom oftmals synonym verwendeten Hahnentritt. Beide basieren auf einem meist schwarz-weißen Gittermuster, doch der Hahnentritt erinnert durch verlängerte Zacken an winzinge Hahnenfußabdrücke, während das Pepitamuster aus kleinen Karos besteht, die durch diagonale Linien verbunden sind.


Fensterkaro

 

Das Fensterkaro zeichnet sich durch seinen großen Rapport aus: Der Rapport ist das Webmuster, das sich über den Stoff hinweg wiederholt, in diesem Fall groß dimensionierte Karos auf meist recht neutralem Grund. Das Kachelmuster besteht aus einzelnen Linien und ist normalerweise nicht mit Überlagerungen verbunden. Eine cleane, simple Karovariante.



Tipps zur Kombination von Karo

 

Karo mit Unifarben kombinieren

Die wohl sicherste Variante, das Karomuster in Ihren Stil einzubringen, funktioniert in Kombination mit ruhigen, einfarbigen Stücken. Auf diese Art kommt das karierte Highlight besonders gut zur Geltung, ohne wie ein Fremdkörper zu wirken. Der Schlüssel zu Letzterem ist die Zusammenstellung von miteinander harmonisierenden Farben. In diesem Look sorgen der cremefarbene Pulli sowie die Schuhe dafür, dass die einzelnen Bestandteile trotzdem erkennbar sind. 

Schuhe von Fred Perry | Cardigan von strellson | Pullover von Polo Ralph Lauren | Hose von ALBERTO



Karomuster mit Karomuster

Klingt erst einmal verrückt, ist es jedoch ganz und gar nicht: Zwei karierte Stücke ergeben einen sehr homogenen Look, vorausgesetzt, sie erfüllen dieselben Bedingungen, die man von jeder Kombination erwartet: Zueinander passende Farben, Stile und Stoffe. Definitiv gegeben sind diese Kriterien im Falle eines karierten Anzuges. 

Sakko von CINQUE | Hose von CINQUE | Schuhe von Tommy Hilfiger | Longsleeve von Desoto



Karo mit anderen Mustern

Die Königsdisziplin: Der Mustermix. Hierbei kann man natürlich ziemlich daneben greifen. Deshalb halten Sie sich am besten an neutrale Stücke in Grau, Weiß, Blau etc. Große Karos sind weniger unruhig als beispielsweise ein Pepita- oder Vichy-Muster, wir empfehlen hier das Fensterkaro. Durch die einzelnen Linien ist das Design bereits recht artverwandt mit den klassischen Streifen, sodass ein ebenso sparsam gestreiftes Oberteil mit neutralem Grund gut dazu passt.

Schuhe von Aigle | Polo-Shirt von Polo Ralph Lauren | Hose von strellson